Politik
Koeln, DEU, 24.05.2019 Klimastreik, Schulstreik, Fridays For Future Demonstration, Schueler demonstrieren auf dem Roncalliplatz am Koelner Dom gegen den Klimawandel

Die Schüler haben es satt: Seit Monaten gehen sie jeden Freitag gegen den Klimawandel auf die Straße. Bild: www.imago-images.de / coverspot

Dortmunder Schule erlaubt Schwänzen für "Fridays for Future"

Schule schwänzen ist erlaubt: Diesen Beschluss fasste jetzt die Dortmunder Gesamtschule Gartenstadt. Allerdings nur, wenn die Schüler statt in die Schule zu gehen, auf der "Fridays for Future"-Demonstration protestieren.

Seit Monaten gehen Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland jeden Freitag auf die Straße, um sich für einen stärkeren Klimaschutz einzusetzen. Für die daraus resultierenden Fehlstunden sollen die Schüler der Gesamtschule Gartenstadt in Zukunft nicht mehr bestraft werden. Das berichtet der WDR.

Koeln, DEU, 24.05.2019 Klimastreik, Schulstreik, Fridays For Future Demonstration, Schueler demonstrieren auf dem Roncalliplatz am Koelner Dom gegen den Klimawandel

Die Dortmunder Schule ist Vorreiter: sie halten den demonstrierenden Schülern den Rücken frei. Bild: www.imago-images.de /CoverSpot

Warum die Schule in Dortmund mit "FFF" zusammenarbeitet

Vorausgegangen ist dem ganzen eine Debatte in Nordrhein-Westfalen, wie mit Schulschwänzern beziehungsweiseKlima-Demonstranten umzugehen sei. Das Bildungsministerium von Yvonne Gebauer (FDP) hatte die Schulen bereits zu Jahresanfang in Briefen aufgefordert, härter gegen die demonstrierenden Schülerinnen und Schüler vorzugehen und verheerende Strafen zu verhängen.

Obwohl diese Aufforderungen wegen herber Kritik teilweise zurückgezogen wurden, beruft sich die Dortmunder Gesamtschule nun auf das NRW-Schulgesetz. Das besagt, dass Bildungskooperationen mit externen Partnern möglich sind, wenn sich die Schulkonferenz aus Eltern, Schülern und Lehrern mit Mehrheit für die Kooperation ausspricht. Genau eine solche Kooperation ging die die Gesamtschule nun mit "Fridays for Future" ein.

Die Reaktion der Elternvertretung

Der Elternvertreter, Harry Jääskeläinen, brachte die Zusammenarbeit ins Rollen und stellte den Antrag. Gegenüber dem WDR äußert er sich euphorisch über den Erfolg: "Das zeigt, dass praktisch alle Menschen außerhalb der Politik wissen, wie ernst die Lage ist. Das Wissen um die globalen Zusammenhänge ist wichtiger als viele andere Themen, die aktuell im Unterricht viel Beachtung finden."

In NRW ist es also auch für andere Schulen möglich, den Schülern das freitägliche Fehlen in der Schule offiziell zu ermöglichen – Nachzügler sind allerdings trotzdem noch nicht bekannt.

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