Europawahl
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"Die Partei", Volt, Piraten: Diese Kleinstparteien ziehen ins EU-Parlament ein

Die SPD schmiert ab, die Grünen triumphieren und die Union redet sich ihr mittelmäßiges Ergebnis schön: Die Europawahl läuft in Deutschland weitestgehend so ab wie erwartet.

Spannend aber ist, wer alles zu den Gewinnern der Wahl gehört. Vor allem die kleinen Parteien in Deutschland dürfen sich wohl über Sitze im Europaparlament freuen.

Bis 2009 galt eine Fünf-Prozent-Hürde für das Parlament in Straßburg, so wie für den deutschen Bundestag auch. Nun aber, ohne Einschränkung, können auch Kandidaten von kleinen Parteien wie "Die Partei" oder Volt Sitze gewinnen.

Und bei der Europawahl 2019 sind das:

Hier seht ihr, wie die Kleinstparteien laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis abgeschnitten haben:

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Bild: tagesschau

So sieht die Sitzverteilung dann aus:

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Bild: tagesschau

Besonders "Die Partei" freut sich über die Europawahl 2019

Vor allem "Die Partei" der Satiriker Martin Sonneborn und Nico Semsrott ("heute-show") dürfen sich freuen. Sie haben ihr Ergebnis von 2014 entweder verdoppelt. Bisher saß nur Sonneborn im Parlament

Im Gespräch mit watson verriet Sonneborn, was seiner Meinung nach hinter dem Ergebnis steckt.

"Meine Analyse ist, dass die SPD tot ist. Die Grünen werden die neue SPD. Und wir werden die neuen Grünen."

Nico Semsrott benötigt weniger Worte, um das Ergebnis der Euopawahl zusammenzufassen, auf Twitter schrieb er einfach:

In einer Email schrieb Semsrott an watson am Sonntagabend über seine Wahl: "Müde, resigniert und trotzdem da. Depressive Antifa."

Ein Berliner zieht für Volt nach Straßburg

Ein Erfolg ist auch das Abschneiden von Volt. Die transeuropäische Partei trat zum ersten Mal für die Europawahl an und holte sich einen Sitz.

Laut dem Bundeswahlleiter hat es Damian Boeselager ins Europaparlament geschafft. Der 31-Jährige ist Gründungsmitglied von Volt. Er rief die Bewegung vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Italiener Andrea Venzon und der Französin Colombe Cahen-Salvador ins Leben.

Wie die anderen Mitglieder von Volt ist Boeselager Politikneuling. Vor seiner Zeit bei Volt war Boeselager bei McKinsey als Unternehmensberater tätig.

Auf der Webseite von Volt heißt es über die Ziele des Neulings: "Meine Ziele im Europäischen Parlament sind das Initiativrecht für die Abgeordneten zu erstreiten. Wir müssen der EU die Möglichkeit geben, die notwendigen Gesetze selbst vorzuschlagen. Außerdem hemmt das Einstimmigkeitsprinzip unsere Handlungsfähigkeit."

Was ihr über den Wahlerfolg der "Partei" noch wissen müsst:

"Die Partei" konnte vor allem bei Erstwählern punkten. Laut dieser Nachwahlbefragung stimmten 9 Prozent der Erstwähler für die Satire-Partei. Noch vor der Linken, der FDP, der SPD und der AfD.

Wer es noch ins Europaparlament geschafft hat:

Bei den Freien Wählern:

Bei den Piraten:

Bei der Tierschutzpartei:

Bei der ÖDP:

Bei der Familie:

Alle Infos zur Europawahl lest ihr im Liveticker.

(ll)

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"Die Partei": Semsrott geht zu Grünen – was macht Sonneborn?

Es handelt sich um einen gewohnt witzigen Spruch, den "Die Partei"-Politiker und Satiriker Nico Semsrott da in die Welt feuerte.

Die Grünen machen also beim Ein-Mann-Realo-Flügel der Satire-Partei mit? Schon klar. In Wahrheit verhielt es sich genau anders herum. Kurz zuvor war Semsrott der Grünen-Fraktion im Europaparlament beigetreten. Auch das passierte allerdings nicht ohne Grund.

Richtig, der besonders prominente Cheffe der Partei, Martin Sonneborn, selbst fehlt auf dem Bild. Auch ein Tweet …

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