Umwelt
BRASILIA, BRAZIL - FEBRUARY 28: Brazilian President Jair Bolsonaro speaks with press after meeting with venezuelan opposition leader and self-declared iterim president Juan Guaido at Palace Itamaraty on February 28, 2019 in Brasília, Brazil. (Photo by Andressa Anholete/Getty Images)

Bild: Getty Images

Brände im Amazonas: Brasiliens Gouverneure stellen sich gegen Bolsonaro

Auch in Brasilien wird der Widerstand gegen die Umweltpolitik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro stärker:

Bolsonaro will Hilfe annehmen – unter einer Bedingung

Der Staatschef hatte zuvor eine Entschuldigung von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron gefordert, bevor er die von den Industrieländern angebotene Hilfe bei den Löscharbeiten annehmen will. Er warf Macron vor, ihn als Lügner bezeichnet und die Souveränität des Amazonasgebiets infrage gestellt zu haben.

Bolsonaro gilt eigentlich als Freund der Agrarindustrie. Weil wegen seiner Umweltpolitik nun aber einige europäische Länder bei der Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem Mercosur auf die Bremse treten, sorgen sich mittlerweile auch die brasilianischen Landwirte um ihr Exportgeschäft mit Rindfleisch und Soja.

Der Staatschef hatte zuletzt behauptet, Nichtregierungsorganisationen (NGO) könnten die Waldbrände gelegt haben, um sich für die Streichung öffentlicher Mittel zu rächen und seine Regierung zu diskreditieren. Gouverneur Dino widersprach: "Ich gehöre nicht zu denen, die Nichtregierungsorganisationen verteufeln." Er hält die Behauptung für einen Fehler.

Trump unterstützt Bolsonaro

Rückendeckung erhielt Bolsonaro hingegen von US-Präsident Donald Trump. "Ich habe Präsident Jair Bolsonaro gut kennengelernt", schrieb er auf Twitter. "Er arbeitet sehr hart wegen der Brände im Amazonasgebiet und macht einen großartigen Job für das brasilianische Volk."

Bolsonaro bedankte sich ebenfalls bei Twitter: "Vielen Dank, Präsident Trump. Wir bekämpfen die Waldbrände mit großem Erfolg. Brasilien ist und wird immer eine internationale Referenz in nachhaltiger Entwicklung sein. Die Fake-News-Kampagne gegen unsere Souveränität wird nicht funktionieren."

(ll/dpa)

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