Politik
BERLIN, GERMANY - JANUARY 19: Farmers' tractors participate in a protest march over agricultural policy on January 19, 2019 in Berlin, Germany. Thousands of people participated in the march to protest against the current system of disbursement of EU farm subsidies in Germany. Activists complain that large-scale farms receive too much and that the system needs to better fund farmers pursuing environment and climate-friendly farming methods. The protest is coinciding with the Green Week agricultural trade fair currently taking place in Berlin. (Photo by Carsten Koall/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe/watson montage

Heute protestieren die Bauern gegen die Regierung – was dahinter steckt

Da rollt der Demo-Traktor! Tausende Bauern demonstrieren heute in zahlreichen deutschen Städten gegen die Agrarpläne der Regierung protestieren.

Was die Landwirte fordern

Die Landwirte fordern Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) dazu auf, mit ihnen über aktuelle Agrar- und Klimapläne zu diskutieren. Die aktuelle Politik gefährde Familienbetriebe, warnten die Bauern. Außerdem führe "Bauernbashing", also etwa herablassende Äußerungen über Landwirte, in vielen Bereichen zu Ärger in der Berufsgruppe. Parallel zu der zentralen Kundgebung in Bonn soll es in vielen Städten Veranstaltungen geben.

Die Demonstrationen richten sich gegen die Pläne der Bundesregierung unter anderem für mehr Natur- und Tierschutz in der Landwirtschaft, und zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat, das etwa durch Überdüngung in den Boden gelangt. Diesen Plänen hat auch die Landwirtschaftsministerin und stellvertretende CDU-Chefin Klöckner zugestimmt.

So reagiert die Politik

Agrarministerin Julia Klöckner hat Verständnis für die Sorgen der Landwirte geäußert. Zugleich wies die stellvertretende CDU-Chefin auf nötige Veränderungen in der Landwirtschaft hin. "Ich mute den Landwirten etwas zu, Veränderungen, aber ich mache das nicht ohne, dass ich sie auch finanziell unterstütze mit Fördermaßnahmen", sagte Klöckner am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin".

Landwirte würden in der gesellschaftlichen Debatte oft als Tierquäler oder Umweltverschmutzer abgetan. Das sei falsch. Trotzdem gebe es auch Erwartungen an die Bauern, beispielsweise bei der Sauberkeit des Grundwassers und der Einhaltung von EU-Regeln. "Wir sind an der Seite der Bauern, aber auch an der Seite der Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte die Ministerin. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) mahnte unterdessen mehr Schutz für Insekten in der Landwirtschaft an. Zur Begründung wies sie auf den zahlenmäßigen Rückgang bei Feldvögeln hin.

(mbi/dpa/afp)

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