ARCHIV - 25.05.2020, Sachsen, Leipzig: Ein Fahradbote vom Lieferdienst

Lieferando liefert nicht mehr nur aus Restaurants, sondern auch aus Supermärkten. Bild: dpa / Jan Woitas

Von der Pandemie beflügelt: Welche Neuheiten Lieferando, Uber und Foodpanda planen

Pizza, Sushi oder asiatisches Curry können sich Deutsche längst nach Hause liefern lassen. Ein Dienst, der besonders in der Corona-Pandemie auf großes Interesse stieß. Ausganssperren, Isolations- und Quarantänepflichten erhöhten zudem den Bedarf nach Lieferungen von Supermarkt-Artikeln. Die etablierten Lieferdienste in Deutschland witterten das Geschäft und weiten nun ihre Services aus. Eine Übersicht:

Lieferando

Lieferando, klarer Marktführer bei Essenslieferungen in Deutschland, weitet sein Geschäft auf die Zustellung von Lebensmitteln und anderen Supermarkt-Artikeln aus. Geliefert werden solle binnen 20 bis 30 Minuten, wie die Firma des niederländischen Branchenriesen Just Eat Takeaway am Mittwoch ankündigte.

Zum Zeitplan gab es zunächst keine Angaben. Lieferando verwies lediglich darauf, dass man mit 10.000 Kurieren in rund 50 deutschen Städten gut positioniert sei, um als "Super-App" für die Lieferung sowohl von fertigem Essen als auch Lebensmitteln aus einer Hand erfolgreich zu sein.

Bei Lebensmittel-Lieferungen sind in mehreren deutschen Städten Kurier-Dienste wie Gorillas und Flink aktiv, die mit Zustellzeiten von zehn Minuten werben.

Foodpanda

Nur wenige Stunden zuvor hatte der Konkurrent Delivery Hero nach zwei Jahren Abwesenheit in die Rückkehr in den deutschen Markt angekündigt. Ab August wolle der Dax-Konzern unter der Marke Foodpanda sowohl Essensauslieferungen als auch die Zustellung von Alltagsgegenständen binnen weniger Minuten von lokalen Geschäften direkt zum Kunden anbieten, teilte Delivery Hero am Mittwoch in Berlin mit.

"Wir haben Deutschland immer im Auge behalten und sehen enorme Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu verbessern", sagte Foodpanda-Chef Artur Schreiber. Bereits im Juni solle eine Beta-Phase anlaufen.

Foodpanda ist bislang vor allem im asiatischen Raum stark vertreten. Neben Singapur, Malaysia und Thailand kam im Herbst noch Japan hinzu. Nach dem Start in Berlin will Foodpanda dann auch in weiteren deutschen Städten Dienste anbieten.

Neben dem Platzhirsch Lieferando muss sich Foodpanda im Restaurant-Segment hierzulande zudem auf Konkurrenz des finnischen Start-Ups Wolt einstellen, das mittlerweile in Berlin, Frankfurt und München aktiv ist.

Delivery Hero hatte das deutsche Geschäft (Foodora, Lieferheld, Pizza.de) 2019 an den damaligen niederländischen Konkurrenten Takeaway.com - heute Just Eat Takeaway (Lieferando) - verkauft.

Uber

Der Fahrdienst-Vermittler Uber startete seinerseits am Mittwoch seinen Dienst Uber Eats in Berlin. Zum Auftakt ist das Liefergebiet auf das Zentrum der Stadt beschränkt, mehr als 200 Restaurants machen mit. Am Ausbau werde bereits gearbeitet, teilte Uber mit.

In der Corona-Pandemie wurden Essenslieferungen für das Unternehmen zu einem deutlich wichtigeren Geschäftsbereich, während es bei Fahrdiensten Einbrüche gab. Zum Start in Berlin sind rund 500 Kuriere meist mit Fahrrädern und E-Bikes im Einsatz. Sie sind bei lokalen Lieferfirmen angestellt, mit denen Uber zusammenarbeitet.

Ob nach den Ankündigungen von Lieferando und Foodpanda auch noch Uber ins Liefergeschäft mit Supermarkt-Artikeln einsteigen wird, bleibt offen. Allenfalls will der Konzern erst einmal ausprobieren, wie die Essenslieferungen in Deutschland anlaufen.

(ogo/mit Material von dpa)

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