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President Donald Trump talks with reporters during a meeting with Irish Prime Minister Leo Varadkar in the Oval Office of the White House, Thursday, March 15, 2018, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)

Bild: AP

Trumps Wochenende in 3 erstaunlichen Tweets

Feuert Trump bald den Sonderermittler in der Russland-Affäre? Der Twitter-Tiraden zwischen dem Präsidenten und den US-Behörden sind am Wochenende weiter eskaliert. "Trump wird seinen Platz im Abfallkübel der Geschichte einnehmen", prophezeit derweil der Ex-CIA-Boss.

Trump schiesst gegen Mueller

Am Sonntag hat der US-Präsident erstmals gegen Robert Mueller direkt ausgeteilt. Mit scharfen Worten hat er die Unabhängigkeit der Untersuchung des Sonderermittlers in der Russlandaffäre in Frage gestellt. "Glaubt irgendjemand, dass das fair ist? Und außerdem, es gibt KEINE ABSPRACHEN", schrieb Trump.  Das ist bemerkenswert. Bislang schreckte Trump davor zurück, Mueller direkt zu attackieren.

Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Trump den Sonderermittler bald feuert. Führende Republikaner sind alarmiert: "Wenn er Mueller entlassen würde, wäre dies der Anfang vom Ende seiner Präsidentschaft", sagt etwa der republikanische Senator Lindsey Graham. 

Senator Jeff Flake sieht dies ähnlich. "Wenn er sich tatsächlich Mueller vorknöpft, werden wir handeln". Allerdings ist es völlig offen, ob der republikanisch dominierte Kongress bei einer Entlassung von Mueller Massnahmen ergreifen würde. 

FILE - In this June 21, 2017, file photo, special counsel Robert Mueller departs after a meeting on Capitol Hill in Washington.  (AP Photo/J. Scott Applewhite, File)

Bild: AP

Die "Fake-Memos"

Trump nahm am Wochenende erneut auch den am Freitag gefeuerten Ex-FBI-Vize Andrew McCabe und dessen im vergangenen Jahr von Trump entlassenen Chef James Comey ins Visier.

McCabe hatte angekündigt, er wolle bald Memos über die Treffen mit Trump veröffentlichen. Trump bringt sich schon mal in Stellung. "Können wir diese einfach Fake-Memos nennen?", so der US-Präsident. Er habe nur wenig Zeit mit McCabe verbracht, dabei habe dieser nie Notizen gemacht. 

McCabe hatte sich nach seiner Entlassung am Freitag als Opfer eines "Krieges" der Trump-Regierung gegen das FBI und gegen Mueller bezeichnet.

FILE - In this June 7, 2017, file photo, then-FBI acting director Andrew McCabe listens during a Senate Intelligence Committee hearing about the Foreign Intelligence Surveillance Act, on Capitol Hill in Washington. McCabe is making his case at the Justice Department for why he should not be fired. McCabe was inside the Justice Department building March 15, 2018. A person familiar with the matter but not authorized to speak publicly about it said McCabe was pleading his case against termination. Disciplinary officials at the FBI have recommended that the Justice Department fire McCabe ahead of his scheduled retirement Sunday.(AP Photo/Alex Brandon, File)

Bild: AP

McCabe bekommt nun Schützenhilfe des ebenfalls gefeuerten Ex-FBI-Chef James Comey.  "Herr Präsident, das amerikanische Volk wird meine Geschichte sehr bald hören.  Dann könnten die Bürger selbst urteilen, wer ehrenhaft ist und wer nicht." Ein Buch des entlassenen FBI-Chefs erscheint nächsten Monat.

Trump gehört in den Mülleimer

Dem früheren Ex-CIA-Direktor John Brennan platze am Wochenende der Kragen wegen Trump. In einem wutentbrannten Tweet zog er wegen der Entlassung von McCabe über den US-Präsidenten her. 

"Wenn das volle Ausmass Ihrer Käuflichkeit, Verderbtheit und politischen Bestechlichkeit herauskommt, werden Sie Ihren rechtmässigen Platz als ein in Ungnade gefallener Demagoge im Abfalleimer der Geschichte einnehmen. Sie können Andy McCabe zum Sündenbock machen, aber Sie werden Amerika nicht zerstören ... Amerika wird über Sie trumphieren."

Brennan hat das Heu mit Trump schon lange nicht auf der gleichen Bühne. Er hatte unter Barack Obama als CIA-Direktor gedient und räumte seinen Platz am Tag der Amtseinführung von Donald Trump.

(amü)

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