Coronavirus
BERLIN, GERMANY - OCTOBER 17:  A Lufthansa passenger plane arrives at Tegel Airport on October 17, 2011 in Berlin, Germany. Tegel, which first went into operation in 1960 and whose main, hexagonal terminal was completed in 1974, is scheduled to close in June, 2012, the same month the city's new Berlin Brandenburg International airport is to begin operation.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Die Lufthansa braucht ein Rettungspaket. Bild: Getty Images Europe / Sean Gallup

Weiterer Schritt zur Rettung: Lufthansa-Aufsichtsrat nimmt Auflagen für Staatshilfen an

Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit.

Darum ist die Mitteilung wichtig:

Damit ist der Konzern einen großen Schritt weiter gekommen. In der letzten Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch hatte der Aufsichtsrat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro noch vertagt. Als Grund hatte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission genannt, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte.

Der nächste Schritt ist die Zustimmung der Hauptversammlung am 25. Juni zum Rettungsplan samt Auflagen.

Der Plan sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Fluggesellschaft aufzubauen. Zudem sind Kredite in Milliardenhöhe vorgesehen.

Daran hakte es zuletzt:

Zuletzt hatte die Lufthansa und die Bundesregierung um die Auflagen mit der EU-Kommission gefeilscht. Dabei ging es um die Flugslots, also Start- und Landerechte.

Slots sind eine wichtige Größe in der Branche – daher waren die Verhandlungen um diese Zahl hart: Anfänglich war von 20 Flugzeugen mit bis zu 80 Slots die Rede, dann war die EU auf knapp 50 Slots runtergegangen. Das Unternehmen hatte zunächst nur angeboten, temporär auf 3 Start- und Landepaare zu verzichten.

Ergebnis der Verhandlungen war: Die Lufthansa muss 24 Slots an ihren wichtigsten Flughäfen München und Frankfurt an Wettbewerber abgeben.

(ll/dpa)

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