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Fünf Dinge, die deinen Januar erträglicher machen

Neujahr war noch alles okay. Auch der Tag danach war noch in Ordnung. Ich hatte mir vorgenommen, mir nichts vorzunehmen. Das fühlte sich weise und vorausschauend an. Denn Lebenserfahrung sagt: Der Januar wird schwierig. Depri und trist und kalt. Ein einziger Kater, dieser Monat.

Aber nicht dieses Jahr, dachte ich mir. Dieses Jahr bin ich gewappnet, dachte ich. Dieses Jahr lasse ich mir meine eigentlich stabile Grundzufriedenheit nicht durch den Januar verhageln. Dieses Jahr nicht!

Und der Januar so: HAHA!

Der Januar und ich. Symbolbild.

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Schon am 3.1. ging es los. Erst vernahm ich nur ein leises Knarrzen im Stimmungsgebälk und dann folgte der große Einsturz. Die ganze gute Silvesterlaune dahin und nurmehr bröckelnde Reste der Zuversicht vor Augen. Das Jahr fühlte sich schon auf den ersten Metern an wie ein hinterhältig zerbrochenes Partylicht. Und das eigene Leben vor dem Plateau der miesen Stimmung wie ein umgekippter Yengaturm. Fragil und kaputt. Und keinen Bock, wieder von vorne anzufangen.

Das muss alles nicht stimmen. Aber es fühlt sich so an.

Und das geht nicht nur mir so. Kaum jemand mit dem ich spreche, der nicht ins Januar-Seufzen einfällt. Gibt es jemanden, dem dieser Januar nicht die Stimmung zerbröselt?

Meine Freundin Nele sagte: “Ach, dabei ist doch eigentlich nichts passiert. Es ist doch nur ein neuer Tag, eine neue Woche, ein neuer Monat.”

Aber ich muss ihr widersprechen.

Denn ein Jahreswechsel ist mehr als nur eine Einheit zwischen zwei Uhrzeiten. Der Dezember steht üblicherweise ganz im Zeichen des Exzess: Alkohol, Essen, Geschenke, Party. Von allem irgendwie zuviel, also alles irgendwie genau richtig.

Doch dann das Brennglas auf die Uhr, die Zeitverfluggeschwindigkeit bemerkt und traurig geworden: Melancholie meets Kater meets Reue meets Dunkelheit. Erst Glitzer dann Grau. Sowas von grau.

Die Zuversicht ist zwar tapfer, aber sie hat es schwer.

Die Autorin Sophia Hembeck kennt dieses Gefühl auch. Sie hat gerade eine Graphic Novel herausgebracht und schreibt in "Januar" über einen ihrer Jahreswechsel: "Keine Panik, denke ich. Keine Panik. Wir schaffen das. Wir kommen hier raus. Wir haben das schon öfter mal erlebt."

Aber wie????

Tja. Wir steuern zwar schon auf die Januar-Halbzeit zu, aber noch sollten wir uns trotzdem nicht geschlagen geben. Daher habe ich in den letzten Tagen ein paar Bewältigungsstrategien getestet und kann euch jetzt ein paar Tipps zur Januar-Gegenwehr geben: 

1) Besorgt euch eine Tageslichtlampe

Seit ein paar Jahren schon werden die wohltuenden Strahlen von Tageslichtlampen landauf landab empfohlen. Man solle sich täglich mindestens eine halbe Stunde vor eine solche Lampe (ab ca. 40 Euro) mit mindestens 10.000 Lux setzen und so gegen Müdigkeit und Winterblues anleuchten.

Ich habe Ende Dezember damit angefangen und schon den Eindruck, dass es mir positiv auf die Laune schlägt. Gut, ich stehe morgens eine halbe Stunde früher auf, um mich vor die Lampe zu setzen und es wäre durchaus möglich, dass mir 30 Minuten mehr Schlaf AUCH bessere Laune bescheren würden... aber so eine Lampe fühlt sich halt proaktiver an.

2) Geht ins Kino!

Es gibt absolut keinen besseren Kino-Monat als den Januar. Auf der einen Seite laufen wegen der bevorstehenden Awards-Session viele tolle Filme an und auf der anderen Seite verpasst man keinen schönen Biergarten-Abend, wenn man sich stattdessen im Kinosaal in den Sessel fläzt. 

Auch dieser großartige Doku-Film läuft noch in einigen Kinos:

abspielen

Video: YouTube/Magnolia Pictures & Magnet Releasing

Filme, die u.a. diesen Monat anlaufen: "Colette" mit Keira Knightley, "Ben is back" mit Julia Roberts, "Robin Hood" mit Taron Egerton und Jamie Foxx, "Glass" mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson, "Manhattan Queen" mit Jennifer Lopez und Vanessa Hudgens und "The Favourite" mit Emma Stone und Olivia Colman.

3) Ab nach draußen!

Meine Freundin Sophie schrieb mir vor ein paar Tagen, dass sie sich doch etwas vorgenommen hätte: "Die Natur nicht vergessen!" Recht hat sie! In Japan gibt es dafür sogar einen Begriff: Shinrin-yoku! Was so viel heißt wie "in der Natur baden". Damit wird eine Form der Natur-Therapie bezeichnet, bei der man sich ganz bewusst in die Natur begibt (bestenfalls ist der nächste Fleck Asphalt dabei außer Sichtweite) und die Eindrücke dort aufsaugt.

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Studien haben gezeigt, dass shinrin-yoku sich positiv auf Stresslevel und die Stimmung auswirkt. Und falls euch die Inspiration fehlt: Es gibt die unterschiedlichsten Apps, mit denen ihr in eurer Umgebung nach Spaziergängen, Wanderungen oder Radrouten suchen könnt. Diese hier zum Beispiel. 

4) FOMO-Resilienz üben

Die meisten von uns haben noch eine ordentliche Portion FOMO aus dem Dezember im Gepäck: Bloß nichts verpassen! Dabei ist der Januar der perfekte Monat, um sich eine FOMO-Resilienz für den Rest des Jahres anzutrainieren.

Man verpasst nämlich einfach wirklich nichts.

5) Nichts tun!

Wochenende: Es gäbe da einen Theaterabend, eine Freundin will Bier trinken und eine andere tanzen gehen. Ich trinke gerne Bier. Ich tanze gerne. Ich liebe Theater. Unter normalen Umständen, also zwischen Februar und Dezember, fände ich dieses Abendprogramm mega reizvoll. Aber jetzt schreckt es mich sogar ab. Mein Kopf wirft also die übliche "Ach komm, YOLO"-Argumentationskette an. Ich gehe sie in Ruhe durch und entscheide dann bewusst dagegen. Setze mich auf mein Sofa, mit einem Tee vor mir und mache: nichts. Zwischendurch gucke ich auf die Uhr und freue mich über all die Dinge, die ich gerade NICHT tue. Außerdem denke ich: Wie ausgesprochen weich meine neuen Socken sind.

Am Montag fragt mich ein Kollege, was ich am Wochenende gemacht hätte. "Ach, nichts!", strahle ich. Er strahlt zurück: "Geil!"

Und irgendwann, irgendwann, ist Frühling.

Ein letzter Tipp: "Wenn du dann am Boden bist..." Harter Text, aber man kann dazu tanzen!

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Video: YouTube/FABER

Man könnte sich natürlich auch mit IBES beschäftigen, im Januar:

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