USA
President Donald Trump walks on the South Lawn after arriving on Marine One at the White House, Thursday, June 25, 2020, in Washington. Trump is returning from Wisconsin. (AP Photo/Alex Brandon) |

Donald Trump teilt wieder über Twitter aus. Bild: AP / Alex Brandon

Trump verbreitet rassistischen Slogan über Twitter Video

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Twitter ein Video weiterverbreitet, in dem einer seiner Anhänger einen in den USA weithin als rassistisch betrachteten Slogan brüllt. Das Video zeigt Demonstranten, die gegen den Präsidenten protestieren, während dessen Anhänger in Golfcarts vorbeifahren. Einer von Trumps Unterstützern brüllt den Demonstranten dann entgegen: "Weiße Macht" (Englisch: White Power). Dieser Slogan wird in USA vor allem von rassistischen Gruppen eingesetzt.

In dem undatierten und offenbar aus dem Bundesstaat Florida stammenden Video scheinen sowohl die Demonstranten als auch Trumps Anhänger ältere weiße Amerikaner zu sein. Trump wurde auf Plakaten der Demonstranten als "Rassist" bezeichnet, seine Anhänger hatten an ihren Golfcarts unter anderem Schilder von Trumps Wahlkampagne, auf denen "Trump 2020" und der Slogan "Amerika zuerst" (America first) standen. Eine Demonstrantin trug auch ein T-Shirt mit der Aufschrift "Black Lives Matter".

Das Video, das Trump mit seinen gut 82 Millionen Followern teilte, war einige Stunden später bereits 2,7 Millionen mal angesehen worden. Das Video ist gut zwei Minuten lang, der Slogan "Weiße Macht" kommt aber bereits in den ersten zehn Sekunden vor. Trump bezeichnete seine in dem Video zu sehenden Anhänger als "tolle Leute" und dankte ihnen.

Nach heftiger Kritik in den sozialen Netzwerken löschte Trump seinen Tweet wieder.

Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz vor gut einem Monat ist es in den USA landesweit zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Trump präsentiert sich jedoch vor allem als ein Präsident, der Recht und Ordnung durchsetzen will. Ihm wird daher vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und zu wenig Verständnis für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu zeigen.

(lau/dpa)

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