Syrien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wer kämpft wo gegen wen in Syrien? Der Konflikt im Überblick

Im Syrienkrieg deutet sich eine grundlegende Wende an, der Gewinner dürfte Präsident Baschar al-Assad sein. Was ist an diesem Freitag passiert?

Hier findest du einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen: 

Das sind die Akteure im Syrienkrieg

Die Regierung

In this photo released on Wednesday, June 13, 2018 by the Syrian official news agency SANA, Syrian President Bashar Assad speaks during an interview with Iran's Al Alam TV, in Damascus, Syria. Assad says Iran's presence in Syria and its relations with Damascus are not negotiable and repeated the assertion that Iran has no fixed bases in Syria. (SANA via AP)

Bild: SANA

Assads Anhänger beherrschen fast den gesamten westlichen Teil des Landes von Aleppo im Norden über das Zentrum um die Hauptstadt Damaskus bis zur Stadt Daraa im Süden, wo der Aufstand im Frühjahr 2011 begonnen hatte. Regierungstreue Kräfte beherrschen damit den größten Teil der verbliebenen Einwohner und die wichtigsten Städte. Dabei stützt sich Assad nicht nur auf die regulären Streitkräfte, sondern auch auf Verbündete. Dazu gehören örtliche Milizen, die oft von Kriegsherren kommandiert werden, sowie vom Iran unterstützte ausländische Schiitenmilizen wie die Hisbollah aus dem Libanon. Russlands Streitkräfte unterstützen Assad mit Luftangriffen.

Die Rebellen

September 18, 2018 - Pictures of daily life in the rebel-held Syrian town of Kafr Zita in the northern Hama countryside. The town of Kafr Zita has witnessed severe heavy fighting and intense shelling between rebel groups and the Syrian government army that have caused much destruction in the town. A 2017 agreement of de-escalation zones improved the situation in Kafr Zita allowing the return of displaced Syrians to the town. Kafr Zita is located near the Turkish observation post, which is within the demilitarised buffer zone agreed by Russia and Turkey in Syria s Idlib province to separate government forces from rebel fighters based there. The demilitarised zone was agreed on 17 September 2018 during a bilateral summit between Turkish President Recep Tayyip Erdogan and Russian President Vladimir Putin PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAd99_ 20180918_zap_d99_054 Copyright: xAnasxAldimashqix

Bild: imago stock&people

Eine ihrer letzten verbliebenen Hochburgen ist die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens. Eine der stärksten bewaffneten Gruppen dort ist die Organisation Tahrir al-Scham (HTS), die früher zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehörte. In dem Gebiet leben auch mehr als eine Millionen Menschen, die aus anderen Regionen vor den Assad-Truppen geflohen sind. Die humanitäre Lage ist schwierig.

Die Türkei

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan addresses a meeting of a youth organisation founded by his elder son Bilal Erdogan and his friends, in Istanbul Saturday, Dec. 22, 2018. Erdogan said Friday the United States decided to withdraw troops from Syria after he reassured U.S. President Donald Trump that Turkey could eradicate the remnants of Islamic State group from the country with logistical help from Washington.(Presidential Press Service via AP, Pool)

Bild: Pool Presidential Press Service

Gemeinsam mit sunnitischen syrischen Rebellen beherrschen Ankaras Truppen ein Gebiet nördlich von Idlib rund um die Stadt Afrin. Die türkische Armee war hier im Frühjahr einmarschiert und hatte die Kurdenmiliz YPG vertrieben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht nun mit einer neuen Offensive gegen die Kurden weiter östlich in Nordsyrien.

Die Kurden

- SYRIE / The Freedom Katiba against RAQQA / LIWA AL TAHRIR - 06/07/2017 - Syria / Rojava / Raqqa - Syria / Tal Abyad / Thursday evening ceremony that attracts much of the city, between citizens, military and political, both Kurdish and Arab / Tonight, it is to bury three Arab fighters / Several Arab groups of The SDF (Syrian Democratic Forces) are installed in houses taken over in Daesh. This unit belongs to Liwa Al-Tharir, a brigade of Arab fighters who decided to fight with the fanatics of the EI. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY ChrisxHubyx/xLexPictorium LePictorium_0165347

Bild: imago stock&people

 Sie beherrschen große Gebiete im Norden und Osten Syriens und haben eine Selbstverwaltung errichtet. Die Kurdenmiliz YPG führt eine Koalition an, zu der auch lokale arabische Gruppen gehören. Die so genannten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bekämpfen nahe der Grenze zum Irak einer der letzten Bastionen des IS. Die Kurden kontrollieren auch die wichtigsten Ölvorräte des Bürgerkriegslandes. Mit Blick auf einen möglichen Angriff der Türken überließen sie jetzt die Stadt Manbidsch den Regierungstruppen.

Die USA

President Donald Trump answers questions from members of the press following a video call to service members from the Army, Marine Corps, Navy, Air Force, and Coast guard stationed worldwide in the Oval Office at the White House in Washington, D.C. on December 25, 2018. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAX20181225210 ZACHxGIBSON

Bild: imago stock&people

Washington hat etwa 2000 Mann im Land, die die YPG und SDF unterstützen, unter anderem mit Ausbildung. Als Hauptziel nennen sie die Zerschlagung des IS. Die USA führen auch eine internationale Koalition an, die Luftangriffe auf die Extremisten fliegt. Die US-Truppen sollen in den kommenden Monaten aus Syrien abgezogen werden, was die Kurdenmilizen für einen türkischen Angriff verwundbar machen würde. Sie fühlen sich von den USA im Stich gelassen. Im Westirak, also in Grenznähe zu Syrien, will das US-Militär zwei Basen aufbauen, um notfalls von dort in Kämpfe gegen den IS einzugreifen.

Der IS

PALMYRIA, SYRIA. MARCH 26, 2016. Soldiers of Suqur al-Sahara (the Desert Falcons), branch of the Syrian Arab Army allied with the Syrian Government, show a seized flag of the so called Islamic State in Palmyra, a UNESCO world heritage site. On 27 March 2016 Palmyra was liberated from ISIS by the Syrian government army. Valery Sharifulin/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS01DADC

Syria March 26 2016 Soldiers of  Al Sahara The Desert Falcons Branch of The Syrian Arab Army ALLIED With The Syrian Government Show a seized Flag of The as called Islamic State in Palmyra a Unesco World Heritage Site ON 27 March 2016 Palmyra what liberated from ISIS by The Syrian Government Army Valery Sharifulin TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS01DADC

Bild: imago stock&people

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat ihr früheres Herrschaftsgebiets fast vollständig verloren. Im Osten kontrolliert sie noch ein kleines Gebiet im Tal des Euphrat-Flusses.. In den Wüstenregionen Syriens und auch des Iraks sind aber noch Zellen aktiv, die Terroranschläge verüben. Zudem sitzen mehrere Tausend IS-Kämpfer in kurdischen Gefängnissen. Ihr Schicksal ist unklar.

(pbl/dpa)

Mehr Meldungen über Syrien:

Der Angriff in Syrien hat sich gelohnt – zumindest für Trump

Link zum Artikel

Der Militärschlag gegen Assad und was darauf folgt – ein Überblick

Link zum Artikel

"Bruch des Völkerrechts" – die politischen Reaktionen auf den Syrien-Militärschlag

Link zum Artikel

Diese Waffensysteme kamen in Syrien zum Einsatz

Link zum Artikel

3 Fragen und Antworten zu den Syrien-Angriffen, die jetzt wichtig werden

Link zum Artikel

Berichte über Explosion im Norden: Der Newsblog zu Syrien zum Nachlesen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trump-Sprecherin weiß, warum er Präsident wurde – und macht sich zum Gespött 🤣😇

Sarah Sanders sprach gestern in einem Interview mit "Christian Broadcasting Network (CBN)" über den amtierenden US-Präsidenten. Dabei machte die Sprecherin des Weißen Hauses eine erstaunliche Aussage, wie "CNN" berichtet. 

Sie weiß angeblich, warum Donald Trump gewählt wurde: Es war Gottes Wille.

Angesprochen auf Nancy Pelosis Aussage, es sei "unmoralisch" eine Mauer an der Südgrenze des Landes zu errichten, meint Sanders:

Gegenüber CNN versicherte Sanders zudem, dass der Abzug der …

Artikel lesen
Link zum Artikel