Politik
ARCHIV - 04.07.2019, ---: HANDOUT - Das norwegische Schiff «Ocean Viking», dass im Auftrag der französischen Hilfsorganisation «SOS Mediterranee» Flüchtlinge vor der libyschen Küste suchen soll. Für das Rettungsschiff «Ocean Viking» und 356 gerettete Migranten ist immer noch kein Hafen in Europa in Sicht. 13 Tage nach der Rettung der ersten Menschen im Mittelmeer vor Libyen schlugen die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée Alarm. (Bestmögliche verfügbare Qualität) Foto: Anthony Jean/SOS Mediterranee/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: SOS Mediterranee

Lösung für Rettungsschiff "Ocean Viking": Malta nimmt Migranten auf – erst einmal

Es dauerte zwei Wochen. Die Verhandlungen waren aber weit weniger dramatisch als in anderen Fällen.

Die Geschichte der "Ocean Viking"

Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen hatte die Menschen vor zwei Wochen vor der Küste Libyens gerettet. Zuletzt hatte die Besatzung Alarm geschlagen, dass die Essensvorräte zuende gingen. Am Freitagnachmittag befand sich das Schiff zwischen der kleinen italienischen Insel Linosa und Malta.

Das "unnötige Leiden" habe nun ein Ende, erklärte Ärzte ohne Grenzen nach Bekanntwerden der Lösung. "Während einige EU-Staaten endlich mit Menschlichkeit auf diese humanitäre Katastrophe im Mittelmeer antworten, braucht es nun einen vorhersehbaren Verteilmechanismus."

"Ocen Viking" ist nicht der erste Fall

Immer wieder waren Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen teils wochenlang auf dem Meer blockiert. Die scheidende populistische Regierung in Italien und vor allem der rechte Innenminister Matteo Salvini hatte die Häfen des Landes weitgehend für die Schiffe geschlossen.

Zuletzt hatte sich Malta mehrmals bereiterklärt, Migranten zunächst aufzunehmen, bis sie dann alle auf andere Staaten verteilt sind.

Zu der jetzigen Lösung sei man nach Gesprächen mit der EU-Kommission, Deutschland und Frankreich gelangt, hieß es in einer Mitteilung der Regierung in Valletta. Die Migranten würden nun auf Militärschiffe umsteigen und dann an Land gebracht. (dpa)

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