Antisemitismus
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Kollegah und Farid Bang wegen Volksverhetzung angezeigt? Polizei bestätigt das nicht

Der Staatsschutz in Bielefeld soll dem "Westfalen-Blatt" zufolge eine Anzeige gegen Hartwig Masuch, den Vorstandschef der Bertelsmann-Tochter BMG, Farid Bang und Kollegah wegen Volksverhetzung überprüfen. Gegenüber watson.de hat die Polizei Gütersloh das nicht bestätigt. Demnach sei zwar eine Anzeige wegen Volksverhetzung eingegangen – gegen wen und weshalb genau, dazu äußerten sich die Beamten nicht. 

Die ehemalige Plattenfirma von Farid Bang und Kollegah hält die Vorwürfe für unbegründet. Kollegah und Farid Bang wird im Zusammenhang mit ihrem Album "JBG3" Gewaltverherrlichung, Frauenfeindlichkeit und auch Antisemitismus vorgeworfen. Trotzdem wurden sie Mitte April mit dem Echo-Musikpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung sorgte für viel Protest und Empörung, zahlreiche renommierte Künstler gaben ihre eigenen Preise zurück.

Auf öffentlichen Druck hin ließ die Bertelsmann Music Group (BMG) mit Sitz in Berlin die Zusammenarbeit mit den Rappern "ruhen". Gegenüber dem "Westfalenblatt" erklärte BMG nun die Zusammenarbeit für beendet. Zugleich betonte die Plattenfirma, sie halte alle geäußerten Vorwürfe gegen Masuch für unbegründet. Weiter hieß es: "Bertelsmann distanziert sich von jeder Form von Antisemitismus und Diskriminierung."

Der Staatsrechtler Christoph Gusy sagte der Zeitung, er könne sich nicht vorstellen, dass es zu einer Anklage wegen Volksverhetzung komme. Der Paragraph 130 im Strafgesetzbuch sei eine Vorschrift zum Schutz des öffentlichen Friedens, das heißt zur Vermeidung von Unruhen oder gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Teilen der Bevölkerung, sagte Gusy.

Diese sollten nicht durch Meinungsäußerungen herabsetzender Art hervorgerufen werden. "Bei den Songtexten neige ich zwar zur Herabsetzung. Aber eine Gefährdung des öffentlichen Friedens sehe ich nicht."

(hd/afp)

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