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Coronavirus emergency in Rome Two Women with antivirus masks and gloves take their dog for a walk on Via Del Corso in Rome *** Coronavirus emergency in Rome Two women with antivirus masks and gloves take their dog for a walk on Via Del Corso in Rome Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/A.xGiannettix

Zwei Frauen in Rom. Bild: imago images/Beautiful Sports

Corona-Pandemie: Diese Zahlen aus Europa machen Hoffnung

Noch vor einigen Woche galt Europa als das Epizentrum der Corona-Pandemie. Die USA verhängten einen Einreisestopp für den Schengen-Raum, so sehr stiegen hier die Fallzahlen an.

Mittlerweile sind die USA das Land mit den meisten registrierten Coronavirus-Infizierungen. Dort zählt die Johns-Hopkins-Universität am Montag rund 338.000 Fälle. Zahlen aus Europa dagegen machen Hoffnung. Denn sie zeigen: Die verhängten Ausgangsbeschränkungen wirken.

Italien verkündet den niedrigsten Anstieg bei Corona-Todesfällen

Italien ist in Europa am stärksten vom Coronavirus getroffen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer aber gibt es: Der Anstieg der Todesfälle verlangsamt sich.

In Italien starben am Sonntag 525 Menschen binnen 24 Stunden an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Das war ein Viertel weniger als am Samstag, als noch 681 Patienten der Krankheit erlagen.

Zudem war es der geringste Zuwachs seit dem 19. März, als 427 Tote registriert wurden. Insgesamt starben bislang 15.887 Menschen in Italien an der vom Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

Ähnlich ist die Lage in Spanien und Frankreich

Aus Spanien kamen ebenfalls Zeichen der Hoffnung in der Krise: Bereits den dritten Tag in Folge ging die Zahl der neu gemeldeten Corona-Toten zurück.

Wie die Behörden am Sonntag in Madrid mitteilten, starben 674 Menschen in den vergangenen 24 Stunden an der Lungenkrankheit Covid-19. Am Donnerstag hatte das Land noch den traurigen Rekord von 950 Toten an einem einzigen Tag gemeldet. Insgesamt starben in Spanien bislang mehr als 12.400 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion.

Binnen der letzten 24 Stunden seien nur noch knapp 4300 Neuinfektionen registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit. Das ist der niedrigste Wert seit dem 22. März. Die Gesamtzahl der Menschen, die sich in Spanien nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg damit auf gut 135.000.

In Frankreich starben binnen 24 Stunden 357 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Krankenhauspatienten, wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten. Dies war der geringste Anstieg der Totenzahlen seit einer Woche.

Auch die Zahl der Einweisungen auf die Intensivstationen im Land sank mit 140. Dort wurden aber immer noch knapp 7000 Menschen behandelt.

Auch für Deutschland gibt es gute Nachrichten

Die Zahl der neu gemeldeten Infektionen geht hierzulande zurück. Von Samstag auf Sonntag meldete das Robert-Koch-Institut einen Anstieg von 3677 neu gemeldeten Infektionen, von Freitag auf Samstag von 5936. Am Tag zuvor verzeichnete das RKI einen Anstieg um 6082 Fälle.

Die aktuellen Zahlen können sich noch ändern, weil manche Ämter ihre Fallzahlen nachmelden. Dennoch ist der Trend eindeutig: Das exponentielle Wachstum wurde gestoppt.

Laut einer Berechnung der "Süddeutschen Zeitung" verdoppeln sich die Infektionszahlen in Deutschland nur noch alle 9,1 Tage. Zu Beginn es Ausbruchs war das noch alle drei Tage der Fall. Bei einer Verdopplungszeit von zehn Tagen könne man über eine Lockerung der Maßnahmen nachdenken, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt.

Fazit

Die Zahlen aus den Hotspots in Europa sind ein Hoffnungsschimmer. "Das sind gute Nachrichten", sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Angelo Borreli, am Sonntag, "aber wir sollten weiterhin auf der Hut sein".

(ll/afp)

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