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Bild: dpa-POOL / Swen Pförtner

Fall Lübcke: Ermittler gehen einem Hinweis auf mögliche Mittäter nach

Im Fall des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke sitzt der tatverdächtige Stephan E. in Haft. Laut eines Berichts von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" geht die Polizei aber auch einem konkreten Hinweis nach, dass es mehrere Täter gegeben haben könnte.

Was die Bundesanwaltschaft zu möglichen Hintermännern sagte:

Am Montag hatte die Bundesanwaltschaft bei einer Pressekonferenz erklärt, es gebe keine Hinweise auf ein rechtsterroristisches Netzwerk.

Ein Sprecher erklärte: "Wir gehen natürlich auch der Frage nach, ob und inwieweit bislang unbekannte Hintermänner oder Tatbeteiligte in die Tat eingebunden waren."

Bereits im Haftbefehl gegen Stephan E., den eine Richterin des Amtsgerichts Kassel am Samstag ausstellte, hieß es, es gebe "Hinweise auf Mittäter oder Mitwisser"

Weitere Details über Stephan E.

Die aktuellen Verbindungen von Stephan E. zu rechtsextremistischen Gruppen sind bislang noch nicht geklärt, berichten WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" weiter.

Bekannt ist:

Die Ehefrau von E. sagte laut WDR, NDR und "SZ" der Polizei, sie sei am Tatabend erst spät mit der gemeinsamen Tochter nach Hause gekommen. Ihr Mann sei nach ihr zu Hause eingetroffen, wo er sich in den Stunden zuvor aufgehalten habe, wisse sie nicht. Er gehe öfter für einige Stunden im Wald spazieren. Sie habe einmal eine Waffe bei ihm gesehen, er habe ihr gesagt, dass es sich um eine legale Waffe handele. Munition habe sie bei ihm nie gesehen.

(ll)

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