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Bild: Twitter/Montage Watson

Sie filmt den sturen Kampf um eine Parklücke – Anderthalb. Stunden. Lang.

Wie lange kämpfst du um den perfekten Parkplatz?

Vielleicht bist du schon dreimal um den Block gefahren, auf der verzweifelten Suche nach einer Parklücke. Verdammt, inzwischen wärst du schneller zu Hause gewesen, wenn du gelaufen wärst. Aber da ist sie plötzlich, als sei sie schon immer da gewesen: Die perfekte Lücke. Aber eben weil sie so perfekt ist, ist sie hart umkämpft. Ein anderer Wagen will gerade einparken. Was tust du?

  1. Seufzen, ein bisschen weinen, und weitersuchen.
  2. NICHT MIT MIR, MEIN FREUND, SIE GEHÖRT MIIIR!!!

Die meisten zivilisierten Menschen würden sich wohl für Option 1 entscheiden. Aber im Koreatown-Viertel von Los Angeles, USA, ist die Parkplatzsituation scheinbar so tragisch, dass manche für die Traumlücke über Leichen gehen würden. Und weil wir Glück haben, wurde Twitter-Nutzerin Mariah Flores (@Mrhflrs) Zeugin eines solchen erbitterten Kampfes, – den sie über anderthalb Stunden hinweg von ihrem Fenster aus filmte...

18.30 Uhr an einem Dienstag. Feierabend. Alle wollen nach Hause. Außer diese beiden, scheinbar.

"Dieses Auto (rot) blockiert dieses andere Auto (grün) vor dieser Parklücke", schrieb sie. "Das geht schon seit zehn Minuten so." Später erklärt sie auch, was genau hier passiert war: Das schwarze Auto hatte gerade rückwärts einparken wollen, als sich das silberfarbene dreist schräg in die Lücke stellte. Keiner der Wagen stand also gut in der Lücke, beide blockierten die Fahrspur. Anstatt aber nachzugeben, blieben beide stur – für seeeehr lange Zeit, während der Mariah ihre Twitter-Follower immer wieder mit Videos versorgte...

Völlig lautlos, aber immer passiv-aggressiver entfaltete sich das Drama...

"Sie sind immer noch da, aber jetzt haben sie Warnblinker an." Ansonsten: Totenstille. Kein Hupen. Noch.

Denn jetzt wurde der restliche Verkehr nervös.

"Dieses Kräftemessen sorgt für Drama außerhalb des Duells. Vorbeifahrende sind dazu gezwungen, in den Gegenverkehr reinzufahren. Sehr gefährliche Situation." – Inzwischen waren 20 Minuten vergangen.

Und langsam wurde es dunkel.

"Wenn das irgendeine Sportart wäre, würden wir uns jetzt wohl langsam der Halbzeit nähern. Die Sonne geht in weniger als 30 Minuten unter. Außerdem ist auf der anderen Straßenseite eine Lücke frei geworden, aber hier geht es scheinbar mehr ums Prinzip."

Um die Zuschauer bei Laune zu halten, wurden sie eingebunden:

"Seid ihr Team 'Schwarzes Auto' oder Team 'Silbernes Auto'?" – Mal ganz ehrlich: So, wie sich die Lage hier darstellte, eindeutig Team Schwarz!​

Die anderen Fahrer hatten inzwischen die Schnauze voll: "Eine Symphonie wütender Hupen."

Und dann: Einstündiges Jubiläum, woohoo!

Mittlerweile war es dunkel. Doch dann: PLOT TWIST!

Vor der umstrittenen Lücke wurde plötzlich noch eine frei. Würden beide weiter ausharren und aus Prinzip auf die bereits vorhandene Lücke bestehen? – NEIN.

Schwarz gab nach und schnappte sich die neue Lücke.

Aber damit war die Story noch nicht vorbei. Aus Peinlichkeit oder Angst: Keiner traute sich, auszusteigen.

... *peinliche Stille*

Mariah nutzte die Pause für einen Kommentar.

"Wenn ich ehrlich bin, ist das genau das, was ich mir gewünscht habe. Ich hoffe, sie finden das beide lustig. Der Fahrer des silbernen Autos ist eindeutig am Handy."

Anderthalb Stunden waren vergangen. Beide saßen noch drin.

Aber dann: SILBER STIEG AUS!

Ohne das schwarze Auto bzw. seinen Fahrer auch nur ansatzweise mit Aufmerksamkeit zu würdigen, verschwand der Fahrer des silberfarbenen Wagens. Happy End? Naja. Für Mariah Flores auf jeden Fall, und sie beschloss, die Geschichte ein wenig weiterzuspinnen.

Indem sie beiden Fahrern einen Brief schrieb.

In der Karte stand:

"Ihre Standhaftigkeit ist eine Inspiration. Danke für die anderthalb Stunden lange Unterhaltung. Ich werde Sie nie vergessen. Ich hoffe, Sie und Schwarz können danach Freunde werden.
– Eine Koreatown-Nachbarin
Bitte schreiben Sie mir unter silvercarvsblackcar@gmail.com, um Ihre Seite der Geschichte zu erzählen."

Beide Autos bekamen den Brief.

Leider hat sich (bisher) keiner der beiden sturen Fahrer bei Mariah gemeldet – aber nachdem ihr Twitter-Post inzwischen rund 133.000-mal gelikt wurde, bleiben sie sicher auch lieber anonym...

Noch mehr Profis:

"Du fährst wie 'ne Sau!"

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