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Goalkeeper Manuel Neuer of Bayern Munich during the UEFA Champions League group match between Tottenham Hotspur and Bayern Munich at Wembley Stadium, London, England on 1 October 2019. PUBLICATIONxNOTxINxUK Copyright: xAndyxRowlandx PMI-3092-0201

Manuel Neuer will noch lange beim FC Bayern spielen. Bild: imago images/PRiME Media Images

Neuer spricht über seine Bayern-Zukunft und den Zweikampf mit ter Stegen

Durch das Last-Minute-Remis durch den FC Augsburg ist der FC Bayern seit zwei Spielen in der Bundesliga ohne Sieg. In der Liga stehen sie einen Punkt hinter den Spitzenreitern aus Mönchengladbach und Wolfsburg auf Platz drei. "Das ist nicht Bayern-like", sagte FCB-Kapitän Manuel Neuer nach dem 2:2 gegen den FCA, den Tabellendrittletzten. Was Bayern-like ist, verriet der 33-Jährige nun in einem Interview.

Denn nicht nur Siege gehören zur DNA des FC Bayern, sondern auch die Einstellung. "Ich lebe für diesen Job, er ist meine Leidenschaft und die ist immer noch so stark wie zu Beginn", sagte er im großen Interview mit dem französischen Magazin "France Football". "Ich genieße jede Partie, jedes Training, jede spezifische Übung."

Neuer weiter: "Die bloße Tatsache, den Rasen vor 70.000 Zuschauern zu betreten und das Trikot fünf Minuten vor Anpfiff in der Kabine anzuziehen, sind Momente, in denen ich mich schwer tun würde, ob im Verein oder in der Nationalmannschaft, wenn sie nicht mehr wären. Dieser Job macht mir viel Freude und ich bin stolz darauf."

Neuer spricht über seine Zukunft

Deswegen will Neuer noch lange im Tor stehen, verriet der 33 Jahre alte Schlussmann. "Ich fühle keinen Druck wegen meiner Zukunft. Ich möchte mich so lange auf höchstem Niveau weiterentwickeln, wie mein Körper das mitmacht. Solange ich das Gefühl habe, gebraucht zu werden, werde ich weitermachen", sagte er dem französischen Magazin, welches den Ballon d'Or vergibt. Neuers Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2021, bis dahin wolle er sein Bestes geben, um seine Ziele zu erreichen und die eigenen Titel-Sammlung zu erweitern.

Das letzte große Turnier mit der Nationalmannschaft könnte die EM 2020 sein. Neuer wäre dann 34 Jahre alt und Rivale Marc-André ter Stegen wird weiter Druck machen, um die Nummer eins zu werden. Ein solcher Konkurrenzkampf sei für Neuer normal. "Es ist kein neues Phänomen", so Neuer, der auch mal der Herausforder war.

"Als ich in die Nationalmannschaft kam, war ich die Zweitbesetzung von René Adler. Er war viele Monate lang verletzt und ich konnte meine Chance nutzen, bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika im Tor zu stehen."

Seitdem ist Manuel Neuer die Nummer eins. Ob er ter Stegen mit seiner Geschichte des siegreichen Herausforderers Mut machen oder ihm zu verstehen geben will, dass dieser seine Chance nicht nutzte, ist nicht klar. Auch Neuer fiel vor der WM 2018 über Monate aus – doch Löw wartete auf Neuers Genesung und hielt an seiner Nummer eins fest. Zu vergleichen wären die Jahre 2018 und 2010 jedoch nicht: Der Zweikampf zwischen Neuer und Adler war einer zwischen zwei jungen, aufstrebenden Torhütern. Der Kampf zwischen Neuer und ter Stegen ist der eines Weltmeisters gegen einen etablierten Topspieler, der für eine der besten Mannschaften der Welt spielt.

Dass Neuer nun starke Konkurrenz hat, wisse er auch: "Deutschland war in seiner Geschichte immer ein Land mit großen Torhütern und hartem Wettbewerb."

Dieser Wettbewerb geht auch in dieser Woche im Fernduell weiter: Neuer muss gegen Olympiakos Piräus am Dienstag (21 Uhr) für die Bayern seinen Kasten sauber halten, damit die Münchener endlich wieder auf die Siegerstraße kommen. Ter Stegen muss am Mittwoch mit dem FC Barcelona bei Slavia Prag ran – und will die Torhüter-Debatte mit weiteren Weltklasse-Leistungen befeuern.

(bn)

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