Landtagswahl
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Joschkas Turnschuhe und SPD-Querulanten – 5 Aktionen, die es nur in Hessen gab

Hessen wählt. Neues Land, dieselben Fragen. Und schon wieder sind alle nervös. Wird die Groko überstehen? Muss Andrea Nahles gehen? Kann Angela Merkel jetzt noch bleiben. 

Ruhig bleiben. Hier geht's erstmal um die Region, also um Hessen.

5 Dinge, die es nur in Hessen gibt: 

Die Dachlatte

Keine Angst, hier geht's nicht zum Baumarkt. Die Dachlatte ist in Hessen ein politisches Symbol. Als die Grünen noch jung waren sagte Hessens SPD-Regierungschef Holger Börner, ein gelernter Maurer: 

"Früher auf dem Bau hätten wir das mit der Dachlatte gelöst."

Holger Börner, SPD

Im Klartext: Börner wollte das Ganze im Faustkampf lösen. Nachdem er im Landtag mehr als ein Jahr lang keine Mehrheit fand, wurde Börner milder und schloss mit den Grünen 1987 das erste Rot-Grüne-Bündnis auf Landesebene in Deutschland.

Was bleibt: Hessen war immer politisches Experimentierfeld. Und Frontstaat für die politischen Konfliktlinien im Land.

Warum Diesel im Pendlerland Hessen großes Wahlkampfthema ist

Die Turnschuhe

Umweltminister im bundesweit ersten Rot-Grünen-Projekt wurde 1987 Joschka Fischer, der erschien zur Vereidigung in Turnschuhen (damals noch provokant). Die stehen heute im Museum.

Turnschuhe damals (provokant mit J. Fischer)

Der Herr links neben Joschka Fischer ist Holger Börner (hier ohne Dachlatte). 

Turnschuhe heute (lässig mit J. Spahn)

Der hier wird vielleicht nochmal Kanzler.

Die Unterschriftenaktion

Wie heftig in Hessen gestritten wird, zeigt auch die Wahl 1999. CDU-Herausforderer Roland Koch kam gegen SPD-Regierungschef Hans Eichel nicht recht in Tritt. 

Der konservative Hardliner Koch machte bald auf populistisch. Gegen das von der rot-grünen Bundesregierung eingeführte neue Staatsbürgerschaftsrecht ("Doppelpass") machte er mit einer Unterschriftenaktion mobil. Mit Erfolg. Koch siegte und wurde Ministerpräsident. Hans Eichel wurde Finanzminister in Berlin und bekannt für seine imposante Sammlung von Sparschweinen.

Manche verzeihen nie!

Die Revolution und der Rap

Sie verstanden sich in Hessen stets als Vorreiter.

Die Abtrünnigen

Andrea Ypsilanti führte Hessens SPD 2008 in die Landtagswahl. Wie so oft in Hessen war die Regierungsbildung nach der Wahl schwierig. Ypsilanti riskierte viel und setzte – als erste Sozialdemokratin im Westen – auf ein rot-rot-grünes Bündnis von SPD, Linkspartei und Grünen. 

Das Problem war weniger, dass Ypsilanti ein solches Bündnis vor der Wahl ausgeschlossen hatte. Das Problem war, dass vier Abgeordneten aus ihrer eigenen Fraktion Ypsilanti nicht folgten. (Die FAZ sprach von den "Aufrechten 4").

Was klingt wie ein Western-Titel ging für Ypsilanti weniger gut aus. Sie verlor die darauffolgende Wahl und ihr Amt, ist heute Landtags-Abgeordnete der SPD: die Aufrechte 1.

(per)

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

"Das ist jetzt hoffentlich endlich mal unsere Debatte!"

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Video: watson/Yasmin Polat, Lia Haubner

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Im Dezember wollen die Vereinten Nationen den Globalen Migrationspakt verabschieden. Die AfD verbreitet Behauptungen über den Migrationspakt und betreibt damit Wahlkampf für die hessische Landtagswahl. Der Faktencheck zeigt, dass viele der Behauptungen falsch sind.

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