Fans
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Das ist man sich einig: Die Werder-Fans und Präsident Hess-Grunewald wollen bei Rassismus nicht schweigen. Imago/Nordphoto (Montage: watson)

Werder-Präsident wünscht keine AfD-Wähler – und fordert auch andere Clubs dazu auf

"Jeder AfD-Wähler sollte schon wissen, dass es ein Widerspruch ist, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen", sagte Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einem Interview mit dem "Weser Kurier".

"Das heißt nicht, dass er nicht ins Stadion kommen soll, aber er sollte sich mit unserer Haltung auseinandersetzen und sich vielleicht überzeugen lassen, sich doch für eine offene, tolerante Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Populismus einzusetzen."

Hubertus Hess-Grunewald

Bild

Hubertus Hess-Grunewald ist seit 2014 Präsident von Werder Bremen. Bild: imago sportfotodienst

Peter Fischer, Präsident von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt, hatte die AfD bereits zu Beginn des Jahres massiv kritisiert und sich anschließend auch darüber beklagt, in dieser Frage keinerlei Unterstützung von anderen Vereinen oder Vereinsvertretern aus der Fußball-Bundesliga zu erhalten. Jetzt kommt mit Hess-Grunewald ein zweiter dazu.

Werder-Fans hatten den Anfang gemacht

Hess-Grunewald äußerte sich zu dem Thema, weil Bremer Fans am Sonntag während des Heimspiels gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) mit zahlreichen Spruchbändern und Plakaten gegen Rassismus und Rechtsradikalismus demonstriert hatten. Im Spiel zuvor in Frankfurt gatten sie sich mit zahlreichen Bannern zu den rechtsextremen Vorfällen in Chemnitz geäußert.

Bild

Die Bremer Fans im Spiel gegen Nürnberg. Bild: imago sportfotodienst

Der Werder-Boss sah die Aktion des Fans als gelungen: "Das war ein starkes Zeichen", sagte er. "Weil eine große Anzahl an Bannern zu sehen war, die gezeigt haben, dass die Werder-Fans sich breit gegen rechtsradikale und rechtspopulistische Tendenzen positioniert haben."

Hess-Grunewald kontert Rangnick

Der Aussage von Ralf Rangnick von RB Leipzig, dass sich der Fußball aus der Politik heraushalten müsse, widersprach der für die Bereiche Organisation und Sport zuständige Werder-Geschäftsführer. "Eine Position, dass Politik im Stadion nichts zu suchen habe", ließe sich "gar nicht durchhalten, sondern hat eher etwas mit Gleichgültigkeit gegenüber rechtsradikalen Tendenzen zu tun".

Weiter sagte er:

"Zu sagen, Politik hätte nichts im Stadion zu suchen, bedeutet, so zu tun, als wäre es ein politikfreier Raum. Wenn ich aber in den früheren Jahren Situationen hatte, wo es rassistische Sprüche gegen dunkelhäutige Spieler, das Werfen von Bananen in ihre Richtung oder das Nachahmen von Affenlauten gab, habe ich die Möglichkeit, davor die Augen zu verschließen oder mich klar dagegen zu positionieren.

Und in dem Moment, in dem ich nicht mehr gleichgültig bin, bin ich sofort politisch, indem ich nämlich sage, dass ich rassistische Äußerungen erst einmal als solche kennzeichne."

Hubertus Hess-Grunewald

Appell an andere Vereine

"Jeder muss sich klar darüber sein, dass es auf jeden Einzelnen ankommt, die zivile Gesellschaft zu stärken, indem er aktiv für Humanismus, Toleranz und Mitmenschlichkeit eintritt", sagte Hess-Grunewald und appellierte an die anderen Vereine. "Und hier können die Vereine mit ihrer emotionalen Ansprache einen wichtigen Beitrag leisten. Sie sind sogar in der Pflicht, dabei mitzuhelfen, weil der Fußball, wie wir ihn lieben, nur in einer vielfältigen, toleranten und humanen Zivilgesellschaft funktionieren kann."

(bn/dpa)

Der Sporttag – was noch wichtig ist

Sandro Wagner geht nach Tianjin: Seine besten Sprüche – auf Chinesisch

Link zum Artikel

2:2 per Elfer, statt 3:1 nach Konter – VAR-Extremfall in den Niederlanden

Link zum Artikel

Bürki schlägt nach CL-Pleite Alarm – diese Probleme muss der BVB lösen

Link zum Artikel

Unfassbarer 100-Meter-Sprint: Dieser Siebenjährige ist eine kleine Maschine

Link zum Artikel

Italien schwärmt von diesem Kicker – die Boulevardpresse von seiner Mutter

Link zum Artikel

Pogbas Schatten – und 3 weitere Gründe, warum ManUnited gegen PSG keinen Stich hatte

Link zum Artikel

Tennis-Borussia-Fans suchen vorübergehend neuen Club – per Kontaktanzeige

Link zum Artikel

Wie ein Fußballclub auf einen Schlag viele Fans vergraulte – die Farce um TeBe Berlin 

Link zum Artikel

So sah die Bundesliga aus, als Thomas Doll zuletzt Bundesliga-Trainer war

Link zum Artikel

Lisicki will das Insekt sanft entfernen – und das Ballkind so: "STIRB!"

Link zum Artikel

Diese brasilianische Mutter kommentiert Fußballspiele für ihren blinden Sohn

Link zum Artikel

Norwichs Psychospiel mit der rosa Gästekabine – und Sheffields smarter Konter 

Link zum Artikel

Freiburg-Fans gedenken Holocaust-Opfern – aber fordern auf Bannern noch mehr

Link zum Artikel

Farid Bang disst Mario Götze – und macht dann mit Götze-Wette ordentlich Geld

Link zum Artikel

"Habe bei der WM nie simuliert" – Neymar spricht über Schwalben und Drogen-Gerüchte

Link zum Artikel

Das sind die 20 europäischen Clubs mit den höchsten Schulden – Schalke ist dabei

Link zum Artikel

Erst Super-Bowl-Sieg, dann Star in Police Academy: Die Geschichte von Bubba Smith

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Noch mehr Fans: Die 7 lustigsten Protest-Banner für den Erhalt von 50+1

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Freiburg-Fans gedenken Holocaust-Opfern – aber fordern auf Bannern noch mehr

Die meisten Augen der über 20.000 Zuschauer beim Spiel zwischen dem SC Freiburg und der TSG Hoffenheim blickten beim Anstoß nicht auf den Platz, sondern auf die Freiburger Fantribüne. "Nie wieder", prangte dort am Samstag um 15:30 Uhr auf einem Plakat. 

Die Fans gedachten damit an den 27. Januar 1945, an dem das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit wurde. Der Tag ist heute der Internationale Holocaust-Gedenktag, an dem Tag der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, der …

Artikel lesen
Link zum Artikel