Markus Söder hängt Kreuze in Behörden und sagt, das sei nicht religiös

In allen Behörden der bayerischen Staatsverwaltung werden künftig Kreuze im Eingangsbereich hängen.

Doch diese sollen kein religiöses Symbol des Christentums sein, sagt der frischgebackene Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Das sei ein

"Bekenntnis zur Identität"

und zur

"kulturellen Prägung" Bayerns

Das Kreuz sei kein Zeichen einer Religion und kein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot, sagte er am Dienstag nach der Kabinettssitzung.

Das Landeskabinett beschloss die Verordnung, die für die neue Vorschrift nötig ist.

Das Kreuz, das Söder anschließend in der Eingangshalle der Münchner Staatskanzlei anbrachte, hat aber durchaus religiösen Hintergrund: Es hing bis 2008 im Kabinettssaal, war ein Geschenk des früheren Münchner Kardinals Friedrich Wetter und wurde nach Söders Worten auch von diesem geweiht.

Söder mit Kreuz:

Da ist das Ding! Markus Söder hält ein nichtreligiöses Symbol. Facebookseite Markus Söder

Die Verordnung gilt ausschließlich für die Ämter des Freistaats, nicht für die Behörden der Kommunen und des Bundes in Bayern – über diese hat die Staatsregierung keine Verfügungsgewalt. Bisher schrieb die Staatsregierung Kreuze nur für Klassenzimmer der bayerischen Schulen und Gerichtssäle vor. Kreuze hängen zwar auch in manchen bayerischen Behörden, bislang aber in Eigenregie.

Hier hält Söder andere nichtreligiöse Dinge:

Söder will Verfassungsänderung

Bereits auf dem politischen Aschermittwoch in Passau plädierte Söder dafür, das christliche Bekenntnis in der Landesverfassung zu verankern:

"Ein klares Bekenntnis zu der christlich-abendländischen Prägung gibt es derzeit nicht. Ich finde, wir sollten unsere Verfassung ergänzen, dass diese Prägung auch in der Zukunft erhalten werden soll."

Markus Söder

Erste Studenten kündigen bereits Widerstand gegen Kreuze an der Uni an:

(ts mit dpa)

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