U.S. President Donald Trump, left, talks to Turkish President Recep Tayyip Erdogan, right, as they tour the new NATO headquarters in Brussels, Belgium, Wednesday, July 11, 2018. NATO countries' heads of states and governments gather in Brussels for a two-day meeting. (Presidency Press Service via AP, Pool)

Beim Geld hört die Freundschaft auf. Bild: Presidency Press Service/ap

Trump und Erdogan werden keine Freunde mehr – wie sich ihr Handelsstreit jetzt verschärft

Der Konflikt zwischen Ankara und Washington spitzt sich zu: Am Freitag hat die Türkei nach neuen Strafzöllen der USA gegen das Land Vergeltung angekündigt. Die US-Strafzölle kommen inmitten einer massiven Krise der Landeswährung Lira.

US-Präsident Donald Trump hatte früher am Tag auf Twitter geschrieben:

"Ich habe gerade eine Verdoppelung der Zölle auf Stahl und Aluminium hinsichtlich der Türkei bewilligt." Die Beziehungen zur Türkei seien "nicht gut". Trump verwies zudem ausdrücklich darauf, dass die Lira "schnell gegenüber unserem sehr starken Dollar abrutscht!"

Die USA fordern die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson und weiterer amerikanischer Staatsbürger. Die Affäre hatte zum Absturz der Lira stark beigetragen.

Der Absturz der Lira:

Am Freitag war die Lira nach einer bereits seit Monaten andauernden Talfahrt auf ein neues Rekordtief abgesackt. Der Devisenmarkt reagierte unter anderem auf ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen türkischen Wirtschaft. Analysten kritisierten, dass es zu vage sei.

Zwei kämpferische Reden des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ließen die Kurse weiter fallen. Er machte den Westen für den Verfall der Lira verantwortlich und rief die Türken dazu auf, Dollar und Euro in Lira umzutauschen. Solidarität werde die wichtigste Reaktion auf den Westen sein. Die Krise sei "künstlich".

Die Türkei werde den "Wirtschaftskrieg" gewinnen. Kaum verhohlen auf die USA bezogen, sagte Erdogan, dass Versuche, die Türkei zu schikanieren, scheitern würden.

(pb/dpa)

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