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Volunteers clean rubble from the streets following Tuesday's blast in Beirut's port area, in Beirut, Lebanon August 7, 2020. REUTERS/Aziz Taher

Aufräumarbeiten in Beirut. Die Stadt ist nach einer Explosion schwer getroffen. Bild: reuters / AZIZ TAHER

10 Millionen Euro Soforthilfe aus Deutschland – Frankreich richtet Luft- und Seebrücke ein

Deutschland stellt dem Libanon nach der verheerenden Explosionskatastrophe in Beirut zehn Millionen Euro für Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung. Das kündigte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntag vor Beginn der internationalen Geberkonferenz für das Krisenland an.

"Die Menschen in Beirut brauchen unsere Hilfe und sie brauchen Anlass zur Hoffnung."

Heiko Maas

"Die heutige Konferenz der wichtigsten Partner und Unterstützer Libanons ist ein wichtiges Signal - in allererster Linie für diejenigen, die unmittelbar von dem Unglück betroffen sind."

Maas mahnte Reformen im Libanon an. Das Land habe bereits vor der Katastrophe "vor überwältigenden Herausforderungen" gestanden. "Ohne dringend benötigte Reformen kann es weder nachhaltigen Wandel noch Stabilität geben." Die libanesische Bevölkerung fordere zu Recht, dass "Einzelinteressen und alte Konfliktlinien" überwunden würden und das Wohl der gesamten Bevölkerung vorangestellt werde.

Die Katastrophe könne Anlass für einen Neubeginn sein, erklärte Maas. "Nur wenn sich die Regierung ihrer Verantwortung stellt, transparent agiert und die Ursachen für die Explosion aufgeklärt werden, kann die Bevölkerung wieder Vertrauen fassen."

Geberkonferenz spricht über Libanon

Bei der von Frankreich und der UNO organisierten Videokonferenz sollen Spenden für die humanitäre Nothilfe in dem ehemaligen Bürgerkriegsland gesammelt werden. Daran teilnehmen werden neben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unter anderem US-Präsident Donald Trump, EU-Ratspräsident Charles Michel und der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Janez Lenarcic.

Franzözische Luftbrücke

Unterdessen hat Frankreich eine Luft- und Seebrücke eingerichtet, um den Libanon mit Hilfsgütern zu versorgen. Wie das französische Außenministerium am Samstagabend mitteilte, sollen insgesamt mehr als 18 Tonnen Medikamente und fast 700 Tonnen Lebensmittel nach Beirut gebracht werden. Momentan sind acht Hilfsflüge und zwei Schiffslieferungen geplant.

Erste französische Hilfsflüge waren schon am Mittwoch, dem Tag nach der Katastrophe, in den Libanon gestartet. Am Samstag hob eine A400M-Frachtmaschine der französischen Luftwaffe ab. Zwei weitere Maschinen sollen am Sonntag und am Montagmorgen nach Beirut fliegen.

Was passiert ist

Am Dienstag hatten zwei gewaltige Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. Nach Behördenangaben wurden dabei mehr als 150 Menschen getötet und mehr als 6000 weitere verletzt.

(lin/afp)

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