Geflüchtete
Refugees from the destroyed camp of Moria are seen at the new temporary camp, on the island of Lesbos, Greece, September 13, 2020. REUTERS/Alkis Konstantinidis

Ein neues, temporäres Camp auf der Insel Lesbos. Bild: reuters / ALKIS KONSTANTINIDIS

Deutschland will 1553 Geflüchtete aus Griechenland aufnehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben sich darauf verständigt, weitere 1500 Flüchtlinge von griechischen Inseln nach Deutschland zu holen. Seehofer habe der Kanzlerin diesen Vorschlag gemacht, worauf diese zugestimmt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungs- und Koalitionskreisen. Es gehe um 400 Familien, deren Asylersuchen bereits positiv beschieden worden sei. Die Flüchtlinge kämen nicht nur aus Lesbos und dem dort abgebrannten Lager Moria, wurde betont. Dies sei auch der griechischen Regierung wichtig.

Am Dienstagnachmittag war dann von einer konkreten Zahl die Rede. 1553 Geflüchtete will die Bundesregierung zusätzlich nach Deutschland holen.

Spitzenpolitiker von CDU, CSU und SPD hatten sich darauf verständigt, möglichst bis Mittwoch eine Einigung zu erzielen, wie viele Flüchtlinge man zusätzlich zu den bis zu 150 unbegleiteten Minderjährigen aufnehmen wolle. Kanzlerin Merkel hatte am Montag betont, dass es nicht nur um die Zahl alleine gehen dürfe, sondern diese Teil eines Gesamtpaketes sein müsse. Dazu gehöre auch der Aufbau einer europäisch finanzierten und verwalteten Aufnahmeinrichtung für Migranten und Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos.

(lin/dpa)

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