Donald Trump
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Donald Trump trifft Simonetta Sommaruga. Bild: picture alliance/KEYSTONE

Trump bei Sommaruga von Klimafrage gelangweilt – 3 glorreiche Momente vom WEF

Derzeit treffen sich führende Wirtschaftköpfe und Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten in Davos, um über globale Fragen zu diskutieren. Klar, dass da auch ein US-Präsident nicht fehlen darf. Trump nahm die Gelegenheit wahr – und machte sich gleich dreimal zum Affen.

Trump zum Klimawandel

Die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga kündigte an, Trump bei ihrem Treffen auf den Klimawandel anzusprechen. Ihr Versprechen löste Sommaruga ein, nur die Reaktion des US-Präsidenten fiel wohl nicht wie erhofft aus.

Die Bundesrätin, die dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vorsteht, kam vor versammelter Presse auf die Klimafrage zu sprechen: "Die Erderwärmung betrifft alle und ich denke, es lohnt sich, darüber zu sprechen."

Donald Trump reagierte sichtlich gelangweilt auf das Thema und blieb einsilbig. "Sicher", entgegnete er, während er sich von Sommaruga abwandte. Doch die Bundespräsidentin hakte nach: "Als Umweltministerin ist das Thema jeden Tag auf meiner Agenda." Auch darauf stieg Trump nicht ein: "Gut", war seine Antwort.

Ein US-Journalist teilte das Video von dem – kann man das noch so nennen? – Austausch zwischen Sommaruga und Trump auf Twitter. Dessen Desinteresse im Bezug auf das Thema Klimawandel sorgte für Kritik und Spott in den sozialen Medien.

"Seine Körpersprache schreit 'ES INTERESSIERT MICH NICHT'."

"Er ist sooo eloquent."

"Das ist ihm gegenüber nicht fair. Sie darf sich 45 Minuten lang anhören, wie er erklärt, wie großartig er ist und was für eine Schweinerei das Impeachment ist, und er muss zehn ganze Sekunden über die Umwelt ertragen?"

Sommaruga wertete ihr Gespräch mit Trump dennoch als Erfolg, wie "20 Minuten" schreibt: "Es war mehr als nur ein kurzer Austausch von Floskeln. Ich würde den Austausch als Erfolg werten."

Zur Klimafrage und dem Desinteresse von Trump entgegnete sie: "Die Sichtweisen sind natürlich verschieden. Trump ist dann interessiert, wenn man Klimaschutzmaßnahmen so gestalten kann, dass auch die Wirtschaft davon profitiert."

Diplomatischer lässt sich das nicht formulieren.

Trump zum Pakistan-Besuch

Trump sorgte noch für einen weiteren Moment, der auf Twitter die Runde macht. Beim Treffen mit dem Premier von Pakistan, Imran Khan, wurde er von einer Reporterin gefragt, ob er plane, Pakistan zu besuchen.

Seine Antwort: "Nun, wir treffen uns ja jetzt gerade. Deshalb müssen wir nicht wirklich dort hin."

Die Twitter-User amüsieren und empören sich derweil in zahlreichen Kommentaren über Trumps Reaktion auf die Frage:

"Er denkt, dass Davos in Pakistan liegt."

"Trump würde vermutlich gehen, wenn er ihre Hauptstadt (Islamabad, d. Red.) in 'Islam-is-bad' umbenennen dürfte."

"Besuchen – treffen, ist ja beides das selbe, oder?"

Trump und der Teleprompter

Für Lacher sorgte Trump auch bei seiner Eröffnungsrede am WEF. Der Präsident, der Obama für die Nutzung von Telepromptern kritisierte, las offensichtlich selbst von einem solchen ab. Er hatte jedoch offenbar Mühe, dem Text zu folgen – was für seltsame Pausen sorgte, während er mit zusammengekniffenen Augen in Richtung des Teleprompters starrte.

Lustig ist das auch, weil Donald Trump vor seiner Präsidentschaft einiges zum Thema Telepromter zu sagen hatte:

"Ich habe immer gesagt, falls man für die Präsidentschaft kandidiert, sollte man keine Teleprompter nutzen dürfen, weil sonst weiß man nicht, ob der Typ smart ist. "

"Schlechte Performance von 'Crooked Hillary Clinton'! Sie las so schlecht vom Teleprompter ab! Sie sieht überhaupt nicht präsidial aus."

Deshalb und weil es scheint, als ob der US-Präsident nicht wirklich weiß, wovon er spricht, gibt es etliche Kommentare zur Szene:

"Die Geschwindigkeit des Teleprompters ist gesetzt. Für ein sehr stabiles Genie."

"Okay, ich spreche fließend Englisch, es ist meine Muttersprache, und ich habe keine Ahnung, wovon er spricht... wie es da wohl den anderen Personen im Raum gehen muss."

"Ich liebe die Art und Weise, wie er seine eigenen Worte an seltsamen Stellen in den Text einfügt, 'es ist unglaublich', 'es ist schwer zu glauben', 'wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es schwer zu glauben', und so tut, als würde er die Rede nicht ablesen und als wären es seine eigenen Worte aus dem Stegreif. So ein Schwindler."

(mim/watson.ch)

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