Politik

Unteilbar – so wird die Großdemo gegen Hass und Ausgrenzung in Berlin

Zehntausende werden zur Demo erwartet, der Aufruf wird von Dutzenden Prominenten, politischen Organisationen und Sozialverbänden unterstützt. Sie alle wollen für eine "offene und freie Gesellschaft" auf die Straße gehen.

watson bei #unteilbar

Auch wir werden mit einer Redakteurin vor Ort sein und für euch live von der Demonstration berichten. Auf unserem Instagram-Account halten wir euch auf dem Laufenden.

Das Motto ist: #unteilbar

Im Aufruf zur Demonstration heißt es:

"Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt."

Dem wollen die Organisatoren der Demo ein "Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit" entgegensetzen.

Ungewöhnlich sind diese Forderungen auf einer Demonstration nicht. Besonders ist aber, wie viele Gruppen und Einzelpersonen den #unteilbar-Aufruf unterstützen. 

Unter den Hunderten Erstunterzeichnern des Aufrufs sind unter anderem:

Auch die Eishockey-Mannschaft "Eisbären Berlin" unterstützt die Demo

Das wird bei der Demo erwartet:

Die Demonstration soll am Samstag um 12 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Alexanderplatz im Berliner Stadtzentrum beginnen. Dort sollen erste DJs und Musiker auftreten, außerdem ist eine ganze Reihe an Redebeiträgen angekündigt – unter anderem von Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime.

Ab 13 Uhr soll die Demo bis zur Siegessäule im Berliner Tiergarten laufen. Dort findet dann eine Abschlusskundgebung mit weiteren Reden und Musik statt. Dabei treten unter anderem Romano, Jiley Ayse, Herbert Grönemeyer, Bernadette la Hengst, Dirk von Lowtzow (Tocotronic) und Joy Denalane auf.

Rund um die Siegessäule wird am Freitag bereits eine Bühne aufgebaut.

Und sie ist nicht dabei⬇️:

Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht, Aufstehen DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 04.09.2018 Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, nach der Bundespressekonferenz zum Thema Gruendung der linken Sammlungsbewegung Aufstehen in Berlin. Portrait Sahra Wagenknecht, Bundestag faction leader of Die Linke left, member of the new left-wing political movement called Aufstehen, Stand Up, on September 4, 2018 in Berlin, Germany. The cross-party movement seeks to create a left-wing counter balance to what its leadership sees as the rightward drift of established parties over recent years

Bild: imago stock&people

Die Linken-Fraktionsvorsitzende und "Aufstehen"-Gründerin Sahra Wagenknecht hat sich von der #unteilbar-Demo distanziert und damit einigen Ärger in ihrer Partei eingehandelt.

Denn auch die Linken-Fraktion insgesamt hatte bereits am 10. September beschlossen: 

"Wir rufen auf zur Großdemonstration #unteilbar in Berlin am 13. Oktober."

Wagenknecht hatte ihre Haltung auf einer Veranstaltung am Dienstagabend damit begründet, dass auf der Kundgebung "in der Tendenz" zu offenen Grenzen aufgerufen werde, was "weltfremd" sei.

"Ich finde ihre Positionierung nicht richtig, und wir werden das auf Dauer nicht akzeptieren", sagte der außenpolitische Sprecher der Linken, Stefan Liebich, daraufhin der Berliner "tageszeitung". Er warf Wagenknecht vor, sie habe "eine Grenze überschritten".

(fh/afp)

Was hältst du von der #unteilbar-Aktion? Schreib es in die Kommentare!

Im watson-Interview verteidigte Sahra Wagenknecht die "Wutbürger" von Chemnitz:

Apropos Chemnitz: So sah es dort aus, als 65.000 Menschen bei #WirSindMehr auf die Straße gegangen sind:

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Video: watson/Felix Huesmann, Marius Notter, Lia Haubner

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

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