Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump wird eine Affäre mit der früheren Pornodarstellerin Stormy Daniels nachgesagt. ap/watson.ch-montage

Wer wusste vor der Wahl von Trumps Affäre mit Stormy Daniels? Seine Freunde bei Fox News

Offenbar wusste der US-Sender "Fox News" schon 2016 von der mutmaßlichen Affäre zwischen Donald Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels. Das berichtet das US-Nachrichtenmagazin "New Yorker". Demnach blockierten die Chefs des Senders auf Anweisung von dessen Besitzer Rupert Murdoch die Berichterstattung nur einen Monat vor der Präsidentschaftswahl.

"Rupert möchte, dass Donald Trump gewinnt"

Im August vergangenen Jahres hatte sich Cohen vor Gericht wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung und anderer Anklagepunkte schuldig bekannt. Erst vor wenigen Tagen sagte er zudem vor dem US-Kongress aus, Trump habe ihn angewiesen, die Schweigegeldzahlung zu übernehmen, um im Wahlkampf Schaden von ihm abzuwenden. Daniels behauptet, sie habe 2006 Sex mit Trump gehabt.

Laut des neuen Berichts soll der Chefredakteur von foxnews.com, Ken LaCorte, Falzones Recherchen zu der Affäre mit folgenden Worten abgeschmettert haben: "Gute Arbeit, Liebes. Aber Rupert möchte, dass Donald Trump gewinnt. Also lass es sein." Gegenüber dem "New Yorker" habe LaCorte die Schilderung der Journalistin zurückgewiesen. Ein weiterer Kollege wiederum habe Falzones Darstellung bestätigt.

Die Schweigegeldzahlung von 130.000 US-Dollar an Stormy Daniels war erst im Frühjahr 2018 durch Berichte des "Wall Street Journal" bekannt geworden. Bei der Zahlung könnte es sich um einen Verstoß gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung gehandelt haben. Trump räumte nach mehreren Dementis eine Zahlung ein, bestreitet aber, etwas mit den Frauen gehabt zu haben.

Fox News gilt als Trumps Haussender

Der australische Medienmogul Rupert Murdoch ist Gründer und derzeitiger Aufsichtsratsvorsitzende des Verlags "News Corporation", zu dem auch das US-Nachrichtennetzwerk Fox Broadcasting gehört. US-Präsident Donald Trump selbst unterteilt die Medienlandschaft in gut und böse –  aus seiner ganz persönlichen politischen Sicht.

Die "Washington Post" und ihr Besitzer, Amazon-Chef Jeff Bezos, sind in den Augen Trumps böse. Fox News und Rupert Murdoch sind für ihn gut. Die Murdoch-Kanäle sind inzwischen zu einer Art Haussender für Trump geworden – mit fast einer Garantie für regierungsfreundliche Berichterstattung. Rupert Murdoch ist im Weißen Haus ein gern gesehener Gast.

Wie eng die Verflechtungen sind, zeigt ein Blick auf Personalien. Mit Heather Nauert ist nicht nur die ehemalige Sprecherin und Kommunikationschefin des Außenministeriums auch eine frühere Fox-Moderatorin. Der neue Kommunikationschef im Weißen Haus, Bill Shine, kommt ebenfalls aus dem Hause Murdoch.

Das Imperium von Rupert Murdoch ist bei Weitem nicht die einzige Medienmaschinerie, die sich fast in der Weise eines Staatsfernsehens für den Präsidenten und seine Regierung ins Zeug legt. Das Medienkonglomerat von Julian Sinclair ist nach Meinung von Experten kaum weniger mächtig. Mit rund 200 lokalen Fernsehstationen ist Sinclair das größte Mediennetzwerk der Vereinigten Staaten.

Auch der Medienkonzern "American Media", Herausgeber des Boulevard-Blatts "The National Enquirer", berichtet stets Trump-freundlich. Das Unternehmen von Konzernchef David Pecker soll Geschichten, die für Trump potentiell schädlich wären, aufgekauft und zurückgehalten haben. Dazu gehören auch Anschuldigungen von Karen McDougal, eines früheren Playboy-Models, die angeblich ebenfalls eine Affäre mit Donald Trump hatte.

(aj/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de.

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