Nordkorea

Nordkorea will offenbar Atomwaffen dann aufgeben, wenn USA von Invasion absehen

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben Südkoreas angekündigt, das heimische Atomtestgelände im Mai vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu schließen unter der Bedingung, dass die USA ihm versprechen, keine Invasion Nordkoreas zu starten. 

Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf einen Sprecher der südkoreanischen Regierung.

Laut dem Sprecher sagte Kim zu Moon: 

Ich weiß, dass die Amerikaner uns grundsätzlich feindlich gesinnt sind, aber wenn sie mit uns reden, werden sie sehen, dass ich nicht die Art von Person bin, die Atomwaffen nach Süden, über den Pazifik oder in die Vereinigten Staaten schießen würde"

Vom Abbau der Anlagen sollten sich Experten und Journalisten aus den USA und Südkorea vor Ort überzeugen können, erklärte das Büro des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In am Sonntag. 

Diese Zusage habe Kim bei seinem Gipfeltreffen mit Moon am Freitag gemacht:

Beide hatten sich bei der historischen Begegnung darauf geeinigt, die geteilte Halbinsel schrittweise von Atomwaffen zu befreien und den seit fast sieben Jahrzehnten andauernden Kriegszustand zu beenden.

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"Wir werden der Welt einen großen Gefallen tun"

Donald Trump Samstagabend in Michigan

US-Außenminister Mike Pompeo erklärte derweil, Kim sei bereit einen Plan vorzulegen, der zur vollständigen atomaren Abrüstung des Landes führe. Bei seinem Besuch in Pjöngjang am Osterwochenende habe er ein "gutes Gespräch" mit dem nordkoreanischen Staatschef geführt, sagte er dem Sender ABC News in einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte. Beide hätten umfassend über die wichtigsten Streitthemen gesprochen.

Am Donnerstag hatten sich die Staatschefs von Nord- und Südkorea bei einem historischen Gipfeltreffen zum Ziel einer dauerhaften und stabilen Friedensregelung und einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel bekannt. Der seit mehr als sechs Jahrzehnten geltende Kriegszustand soll laut einer gemeinsamen Erklärung noch dieses Jahr beendet werden.

(afp/reuters)

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