Fußball
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Union-Präsident Dirk Zingler beim Handshake mit Andrew Wallis, Deputy CEO der Immobilienfirma Aroundtown SA. bild: twitter

"Scheiß Immobilien-Hai" – Union präsentiert neuen Hauptsponsor, die Fans sind sauer

Die Zeit der Sommerpause ist auch immer die Zeit, in der Vereine neue Sponsoren verkünden, Kooperationen knüpfen und Namensrechte verkaufen. In diesem Jahr scheint es in allerlei Hinsicht quer durch die Fußballrepublik besonders viel Stunk bei den Fans zu geben: Die Anhänger des SC Paderborn schimpfen über die Zusammenarbeit mit RB Leipzig, die Werder-Fans nörgeln, weil ihr Team fortan im "Wohninvest Weserstadion" spielt – und auch beim Bundesligaaufsteiger Union Berlin gibt es nun Stress wegen des neuen Hauptsponsors. Viele Fans des Köpenicker Clubs sind mit dem nämlich überhaupt nicht einverstanden.

Der Neu-Erstligist hatte am vergangenen Freitag verkündet, dass er mit der luxemburgischen Immobilienfirma "Aroundtown" einen Vertrag über zwei Jahre abgeschlossen habe. In den kommenden zwei Spielzeiten werden die Union-Profis das Logo des börsennotierten Konzerns auch auf der Trikotbrust tragen.

In den Sozialen Netzwerken kritisieren die Fans der "Eisernen" den Club dafür öffentlich.

Hier einige Reaktionen der Union-Berlin-Fans auf Twitter:

"Find ich nicht ok. Immobilienspekulationen in Berlin sorgte gerade in den letzten Jahren für extreme Mietsteigerungen, die gerade Menschen aus dem eisernen Milieu treffen. Zudem sitzen die in Luxemburg. #Steuer Das ist nicht Union, nicht Berlin"

twitter/@genosseg

"Kann ja wohl nicht wahr sein, son scheiß Immobilienhai."

twitter/@hdyok

"Wohl eher ein Imageschaden an Land gezogen welcher Politprofi hat denn diese Entscheidung bei euch getroffen?"

twitter/@sks_biopol

"Wie kann man denn auf eine Zusammenarbeit mit einem Luxemburger Briefkasten-Investor, der mit der Verdrängung von Mieter*innen sein Geld verdient, auch noch stolz sein? #Mietenwahnsinn"

twitter/@armin_khn

Hintergrund: Der neue Sponsor "Aroundtown" verdient sein Geld mit dem An- und Verkauf von Gewerbe- und Hotelimmobilien. Der Konzern gehört zu "Grand City Properties (GCP)", das zu den größten Wohnimmobilienunternehmen in Europa zählt. Spezialgebiet: Luxussanierungen. Zwischen den Jahren 2016 und 2017 haben sich Mieten in Immobilien, die zu GCP gehören, um 5,9 Prozent erhöht, wie die Rosa-Luxemburg-Stiftung herausfand. GCP ist seit zwei Jahren bereits Sponsor der U19 und der U17 von Union. (wuv.de)

Zum Image von Union Berlin, das sich gerne als besonderer Verein gibt, der trotz voranschreitender Kommerzialisierung seine Seele nicht um jeden Preis verkauft, und viel Wert auf Soziales und seine Wurzeln legt, passt das irgendwie nicht.

Das Union-Fanblog Textilvergehen.de kommentiert den Sponsorendeal wie folgt:

"Mit der Entscheidung für Aroundtown wird sich Union dieser Wahrnehmung (die kritische Perspektive auf die Entscheidung, d. Red.) aussetzen und den andersherum als gedachten Image-Transfer aushalten müssen.

Dieser Effekt wird verstärkt durch das (zum Teil auch überhöhte) Image, das Union hat, in gewissen Punkten auch ohne eigenes Zutun. Schließlich versteht sich Union nicht als Verein, der sich den kapitalistischen Mechanismen des Fußballs komplett entziehen will, wird aber von außen zum Teil so wahrgenommen.

Dabei geht es eher darum, die Kompromisse einzugehen, die es ermöglichen, Fußball bei Union so stattfinden zu lassen, wie es der Idee von Union entspricht. Auf welche Seite dieser Abwägung Aroundtown als Sponsor fällt, muss man letztlich je für sich beantworten. [...]

Bei aller berechtigten Kritik an der Partnerschaft sollte aber auch klar sein, dass es sich dabei eben um eine Sponsorenschaft handelt, die sich nicht auf das Handeln des Vereins selbst auswirkt."

quelle: textilvergehen.de

(as)

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