Die Preise immer wieder zu erhöhen, ist Teil der Preisstrategie der Champagner-Marke.
Die Preise immer wieder zu erhöhen, ist Teil der Preisstrategie der Champagner-Marke.
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Streit zwischen Moët und Edeka eskaliert: Champagner-Marke stoppt Lieferungen

19.05.2020, 12:0419.05.2020, 12:10

Seit Wochen sind der Lebensmittelhändler Edeka und die Champagner-Marke Moët im Streit. Der Hersteller des Champagners will den Preis für eine Flasche der Edel-Brause um drei Prozent erhöhen. Edeka will da nicht mitmachen.

Jetzt ist der Streit eskaliert, wie die "Lebensmittelzeitung" berichtet. Demnach hat der Konzern Moët Hennessy nun einen Lieferstopp für Markenschampus gegen Edeka verhängt. Sieben Regionalgesellschaften des Supermarkts werden so aktuell nicht mehr mit Champagner beliefert.

Moët stoppt Lieferungen

Edeka hatte dem Bericht nach schon vor zwei Wochen verweigert, die geforderte Preiserhöhung zu akzeptieren. Es lägen "keine nachvollziehbaren Gründe für diese Forderung" vor, hieß es damals in Edeka-Kreisen, wie die "Lebensmittelzeitung" berichtete.

Nicht auf Moët&Chandon angewiesen: Lebensmittelhändler Edeka.
Nicht auf Moët&Chandon angewiesen: Lebensmittelhändler Edeka.
Bild: imago images / Noah Wedel

Moët Hennessy hatte Lieferstopp kürzlich noch dementiert

Demnach hatte Moët schon zu diesem Zeitpunkt unterschwellig mit Lieferstopps gedroht. Bereits damals hatte der Konflikt also zu eskalieren gedroht, auch wenn Moët Hennessy etwaige Sanktionsmaßnahmen da noch zurückwies. "Alle verfügbaren Waren werden zu Preisen gemäß aktuell gültiger Preisliste geliefert", sagte die Deutschland-Chefin von Moët Hennessy, Petra Nagel, damals der "Lebensmittelzeitung".

Doch nicht lange nach dieser Aussage meldeten die ersten Edeka-Regionen dem Bericht zufolge, dass keine Lieferungen der Champagner-Marke mehr eintreffen würden.

Preiserhöhungen sind Teil der Strategie

Ob sich das bald ändert und Moët Edeka mit seinem Lieferstopp zum Einlenken bewegt? Es sieht nicht unbedingt danach aus.

Ein Manager von Edeka lässt gegenüber der "Lebensmittelzeitung" verlauten: "Wir brauchen den Champagner dieser Marke nicht um jeden Preis, um weiter gute Geschäfte zu machen."

(vdv)

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