Umwelt
Young woman drinking water model released Symbolfoto PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY FKF002046

Young Woman Drinking Water Model released Symbolic image PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY FKF002046

Eine neue Studie gibt Einblick in den Nutzen von Plastikflaschen. imago

Du trinkst gerne aus PET-Flaschen? Dann solltest du das hier schnell lesen

Österreichische Forscher haben in menschlichem Stuhl nach Mikroplastik gesucht. Und sind fündig geworden. Die gesundheitlichen Folgen kleinster Plastikpartikel für den menschlichen Körper sind allerdings noch wenig geklärt.

Die Studie:

Die Probanden im Alter zwischen 33 und 65 Jahren, die auf verschiedenen Kontinenten leben und sich nicht kennen, führten demnach eine Woche lang ein Ernährungstagebuch und gaben anschließend die Probe ab. Alle Teilnehmer nahmen in dieser Zeit in Plastik verpackte Lebensmittel oder Getränke aus PET-Flaschen zu sich. Die Mehrzahl von ihnen aß auch Fisch oder Meeresfrüchte, niemand ernährte sich ausschließlich vegetarisch.

Bettina Liebmann, Expertin für Mikroplastik-Analysen im Umweltbundesamt:

"In unserem Labor konnten wir neun verschiedene Kunststoffarten in der Größe von 50 bis 500 Mikrometer nachweisen."

Vor allem die Vielfalt der Kunststoffe habe sie überrascht.

Nach Liebmanns Angaben ist vor der Studie noch nicht viel zum Thema Mikroplastik im Menschen bekannt gewesen. Daher habe man sich zunächst auf eine Untersuchung mit wenigen Probanden konzentriert. Die Ergebnisse werden am Dienstag bei einem Kongress in Wien vorgestellt. Laut Liebmann soll dann die wissenschaftliche Publikation der Studie folgen. Danach wollen sich die Forscher um eine größere Studie bemühen.

Das ist die Küste von Santo Domingo – mit Wellen voller Müll

abspielen

Video: watson/Lia Haubner

Mikroplastik gelangt unter anderem durch Autoreifen-Abrieb, Zerkleinerung von Bauschutt oder Kosmetika in die Umwelt, vielfach vor allem in Gewässer. Eine Studie im Auftrag von Chemiekonzernen, Kosmetikherstellern, Wasserverbänden, Abfallentsorgern und Hochschulen hat ermittelt, dass rund 330.000 Tonnen dieses primären Mikroplastiks pro Jahr in Deutschland freigesetzt werden. Sekundäres Mikroplastik entsteht dagegen durch Verwitterung und Zerfall großer Plastikteile.

Arme Tiere mit Plastik

Das Wissen über Herkunft, Verbreitung und Folgen von Plastik in der Umwelt ist aber insgesamt noch sehr lückenhaft. Deshalb hat das deutsche Forschungsministerium ein großes Programm aufgelegt: 18 Projekte mit rund 100 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Kommunen sollen ein Gesamtbild zeichnen, wie Kunststoffe produziert, eingesetzt, gehandelt und entsorgt werden.

(pb/dpa)

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

370 Meter großer Brocken: Asteroid fliegt in der Nacht auf Sonntag an der Erde vorbei

Himmelsgucker können in der Nacht auf Sonntag einen vergleichsweise großen Asteroiden beim Passieren der Erde beobachten.

"Spannend sind Asteroiden, die innerhalb der Mondbahn mit bis zu 400 000 Kilometern Abstand an der Erde vorbeifliegen", erklärte Koschny. Alles, was weiter weg sei, beobachte die Esa nicht.

Der im Jahr 2000 entdeckte Körper "2000 QW7" stehe deshalb auch nicht auf der sogenannten Risikoliste der Raumfahrtagentur: "Auf der Liste sind nur die Asteroiden aufgeführt, …

Artikel lesen
Link zum Artikel