Afro woman with mobile phone and coffee cup looking away while sitting with laptop at seating area during pandemic model released Symbolfoto EGAF01994

Viele junge Menschen in Ausbildung, Studium oder am Anfang ihres Berufslebens trifft die Corona-Pandemie hart. Bild: www.imago-images.de / Ezequiel Gimà nez

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FDP-Fraktion fordert Corona-Hilfspaket für junge Menschen

Die FDP-Fraktion im Bundestag fordert die Bundesregierung auf, junge Menschen in der Corona-Krise besser zu unterstützen. Der Bundestag berät am Freitag über den Antrag mit dem Titel "Jugend im Lockdown – Zeit für eine generationengerechte Krisenpolitik".

In dem Dokument fordern die liberalen Abgeordneten unter anderem ein "Lern-Buddy"-Programm, bei dem Studierende Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, in der Pandemiezeit entstandene Lernrückstände aufzuholen und dafür finanziell entlohnt werden oder mit Leistungspunkte erhalten sollen. Zudem sollen Bund und Länder die Rechtssicherheit von Online-Prüfungen gewährleisten.

Die FDP-Fraktion fordert, dass die Bundesregierung jüngeren Menschen eine schnellere Perspektive auf eine Covid-19-Impfung anbieten, junge Menschen mit psychischen Problemen soll der Zugang zu Hilfsangeboten erleichtert werden – indem Psychotherapeuten mit der Approbation die kassenärztliche Zulassung erhalten und sich somit schneller niederlassen können. Die Veranstaltungsbranche soll die Möglichkeit bekommen, alsbald mit Hygienekonzepten und Schnelltests bei der Einlasskontrolle wieder Events stattfinden zu lassen.

FDP-Fraktion bezieht sich auf watson-Umfrage

In der Begründung der Anfrage beziehen sich die FDP-Abgeordneten auf eine Ende Januar veröffentlichte Umfrage im Auftrag von watson zur Sicht junger Menschen auf die Corona-Pandemie. Laut der Umfrage hatten unter anderem rund 75 Prozent der Menschen zwischen 18 und 29 Jahren den Eindruck, es werde in der Krise nicht ausreichend an die junge Generation gedacht.

Im Antrag listet die FDP-Fraktion weitere Forderungen auf, die die Liberalen schon seit Längerem stellen: Darunter sind die Absenkung des Wahlalters bei Bundestags- und Europawahlen auf 16 Jahre, die Einführung eines elternunabhängigen BaföG, die Abschaffung von Tanzverboten an sogenannten "stillen Tagen" rund um christliche Feiertage, die Beibehaltung der Schuldenbremse und eine Ausweitung des internationalen CO2-Emissionshandels für besseren Klimaschutz.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg, Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen seiner Fraktion, erklärte zum Antrag gegenüber watson:

"Die junge Generation erlebt eine prägende Lebensphase in sozialer Isolation, obwohl sie meist selbst nicht zur Risikogruppe gehört. Verpasste Jugenderfahrungen wie die Abschlussfeier, das Gap Year oder die Erstsemesterparty holt man nicht einfach nach. Junge Menschen haben in der Krise viel geleistet und viel entbehrt. Mit ihren eigenen Sorgen finden sie aber kaum Gehör. Das muss sich ändern! Die Bundesregierung sollte endlich einen Corona-Jugendgipfel einberufen und die Zukunftssorgen junger Menschen ernst nehmen."

Ihre Forderungen im Antrag begründet die FDP-Fraktion unter anderem mit der sozialen Isolation, unter der junge Menschen besonders stark litten. Wörtlich heißt es darin: "Einsam ist nicht nur die Rentnerin, die im Seniorenheim keinen Besuch empfangen darf, sondern auch der Student, der in seiner Ein-Zimmer-Wohnung in einer fremden Stadt sein Studium beginnt."

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Astrazeneca hat ein Imageproblem. Schon seit Wochen ist der Impfstoff immer wieder Thema – und zugleich Sorgenkind. Zunächst häuften sich Meldungen, dass Astrazeneca-Dosen liegen blieben, weil immer wieder Menschen ihr Impfangebot damit nicht wahrnähmen. Offenbar ist die Sorge verbreitet, mit Astrazeneca einen minderwertigen Impfstoff zu erhalten.

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