Kino
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14 Filme, in denen die Schauspieler total besoffen waren

Jodok meier

Manchmal frage ich mich, ob in Filmen immer alles wirklich nur gespielt ist. Stichwort: Suff-Szenen. Spoiler: Sind sie nicht. Erstaunlich ist jedoch, dass betrunkene Schauspieler durchaus nüchterne Personen spielen (sollten). Wir werfen einen Blick auf 15 solcher Beispiele.

Martin Sheen in "Apocalypse Now"

Die ikonische Eröffnungsszene in Coppolas großartig verfilmtem Vietnam-Epos genießt Legendenstatus. Angst, Hilflosigkeit und Verderben wurden mit der Kamera einzigartig eingefangen. Und Hauptdarsteller Martin Sheen? Der war ratzevoll beim Dreh dieser Szene. Und schlug tatsächlich in den Spiegel. Und ging kurz darauf Coppola an die Gurgel, was jedoch rausgeschnitten wurde. Darum: Don't drink and act!

Robert Pattinson in "The Rover"

Du so: "The Rover?" Und ich so: "The Rover!" Pattinson kann auch anders als bleichbrüstig den verletzlichen Romanzen-Vampir zu geben. Ein wirklich sehenswerter Film, der stark von Pattinsons schauspielerischer Leistung profitiert. Und als ich schon drauf und dran war, Pattinson als Schauspieler ernst zu nehmen, muss ich erfahren, dass er den Film grösstenteils betrunken gedreht hat. Naja. Sehen solltest du ihn trotzdem.

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Video: YouTube/A24

Gary Oldman in "Bram Stoker's Dracula"

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Bild: moviepilot / columbiatristar

Gary Oldmans Können muss an dieser Stelle nicht thematisiert werden. Dafür aber diese eine Rasur-Szene im Film von Francis Ford Coppola. Coppola verlangte, dass die Szene um Mitternacht gedreht wird, um ihr eine zusätzlich mystische Aura zu verleihen. Oldman schlug sich mit Drinks die Zeit tot. Vielen Drinks. Um Mitternacht war er gut bedient und lieferte im Suff eine der wohl unheimlichsten Charakterdarstellungen überhaupt ab.

Peter O'Toole in "Lawrence of Arabia"

Obwohl O'Toole generell gerne trank, sollte das Trinken beim Dreh des monumentalen Wüsten-Klassikers einen konkreten Zweck erfüllen: O'Toole und Co-Darsteller Omar Sharif sollten für die Aqaba-Szene auf dem Rücken von Kamelen galoppieren. Aus schierer Todesangst entschlossen sich die beiden dazu, sich zu betrinken. Beim Dreh ziemlich zugedröhnt, überlebten sie den Stunt und wurden im Anschluss für ihre schauspielerische Leistung gelobt.

Shia LaBeouf in "Lawless"

Wenn du beim Arbeiten trinken willst, dann werde Method-Acting-Schauspieler und dreh einen Film über ein Brüderpaar, das in der Prohibitionszeit Alkohol vertickt. Fallbeispiel Shia LaBeouf. Er betrank sich regelmäßig am Set von "Lawless", um einen authentischen Betrunkenen abliefern zu können. Angeblich.

Richard Burton in "The Klansman"

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Bild: youtube

Richard Burton war in Hollywood als Trunkenbold bekannt. Doch als er sich in der brutalen Scheidung von Elizabeth Taylor befand, setzte jegliche Vernunft komplett aus. In "The Klansman" war er dermaßen betrunken, dass er viele Szenen nur im Liegen oder im Sitzen drehen konnte und ließ in einem Interview danach verlauten, dass er sich an den Dreh des Films so gut wie nicht mehr erinnern könne. Immerhin: Nach dem Film ließ er sich angeblich in eine Entzugsklinik einliefern.

So sieht es aus, wenn ein sturzbetrunkener Hollywood-Haudegen eine Kampfszene drehen muss ...

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Video: YouTube/Filip Önell

Brad Pitt und Edward Norton in "Fight Club"

"Fight Club" ist einer dieser Filme, die nicht mit Kultmomenten geizen. Eine davon ist zweifelsohne jene, in der sich Edward Norton und Brad Pitt in der Gasse betrinken und als Ausdruck ihrer destruktiven Vulgarität Golfbälle durch die Gegend ballern. Fakt ist: Beide waren beim Dreh tatsächlich ziemlich voll und schossen die Golfbälle in einem Akt betrunkener Sorglosigkeit absichtlich gegen den Catering-Wagen, der am Set stand. Regisseur David Fincher ließ sie stumm gewähren und ein Kult-Moment wurde geschaffen.

Da die Golf-Szene nicht verfügbar ist, hier der Trailer zum Film:

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Video: YouTube/SuperAnon9876

Fred Astaire in "Holiday Inn"

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Bild: imdb

Fred Astaire war hauptberuflich Gott auf dem Stepp-Parkett. Lange habe ich gedacht, dass Stepptanz ein verstaubtes Relikt alter Zeiten ist. Doch dann sieht man Astaire einmal tanzen und erwischt sich sofort bei dem Gedanken, Steppen zu lernen. Aber genug der Fanboy-Katharsis.

Als er für "Holiday Inn" in einer Szene einen Betrunkenen spielen sollte, nahm er dies zum Anlass, sich tatsächlich zu betrinken. So griff er zu zwei Gläsern Bourbon und schenkte sich zwischen jedem Take ein Glas nach. In der Endfassung des Films ist der siebte Take zu sehen.

Das sieht dann etwa so aus. Wie ich nach einer halben Flasche Bourbon. Ungefähr.

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gif: youtube

Daniel Radcliffe in "Harry Potter"

Keine Angst. Nur in den späteren "Harry Potter"-Filmen. Ohne genau offen zu legen, um welche Filme oder Szenen es sich genau handelt, gab Radcliffe offen zu, dass er gut zwei Jahre praktisch permanent Nächte durchgefeiert hat. Am Set war er dann jeweils immer noch ziemlich hacke und meinte dazu:

"Ich kann viele Szenen vorzeigen, in denen ich einfach weggetreten bin. Tot hinter den Augen. Ich bin eine sehr suchtanfällige Person. Es war ein Problem."

Daniel Radcliffe im Interview mit der Daily Mail vinepair

John Belushi, Dan Aykroyd & alle in "The Blues Brothers"

Geht ebenfalls in die Kategorie "Nicht so wirklich mega überraschend". Verstörend ist hier allerdings die Menge des Konsums. Angeblich waren beinahe alle Beteiligten während des ganzen Drehs komplett zugedröhnt (Darum die Sonnenbrillen? Wer weiß). Welche Substanzen abgesehen von Alkohol mit von der Partie waren, bleibt Nährboden für Spekulationen. Bekannt ist jedoch, dass John Belushi am meisten über die Stränge geschlagen hat.

Voilà, eine kleine Kostprobe:

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Video: YouTube/Edivision

Margot Robbie in "The Wolf of Wall Street"

Wir kennen es. Dinge, die man nüchtern gehemmt zu tun ist, werden unter Einfluss alkoholhaltiger Getränke plötzlich durchaus machbar. Gleiches gilt für Margot Robbie. Bis zum Dreh von Martin Scorseses Film eine unbekannte Schauspielerin, sollte sie plötzlich ziemlich unflätige Sex-Szenen mit Megastar Leonardo DiCaprio drehen. Robbie verlangte jeweils eine Flasche Tequila vor Drehstart und bediente sich großzügig daran.

Hier merkt man ihr die Unsicherheit nicht an. Ob's am Tequila liegt?

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Video: YouTube/MargotRobbieMovieClips

Robert Shaw in "Der weiße Hai"

Steven Spielbergs Meisterwerk besticht durch zahlreiche stilistische und dramaturgische Geniestreiche. Darin eingeflochten ist eine Szene, in der sich die mutigen Hai-Bezwinger im Schiffsbauch wiederfinden und angetrunken Lebensansichten austauschen.

Robert Shaw (im Film Quint) schlug Spielberg vor, im Vorfeld Alkohol zu trinken, um der Situation Authentizität einzuhauchen, und soff sich im Anschluss selber unter den Tisch. Der Dreh der Szene musste um einen Tag verschoben werden, im Film zu sehen ist der Take, indem Shaw mit reichlich Restalkohol und Brummschädel vor sich hin philosophiert.

Hier die besagte Szene:

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Video: YouTube/Movieclips

Jennifer Lawrence in "The Hunger Games: Catching Fire"

Laut eigener Aussage betrank sich Jennifer Lawrence (Jennifer, wenn du das liest: Du bist toll. Dein Jodok.) mit der Crew relativ nonchalant mit Pina Coladas am Set von "Catching Fire". In Drehpausen kippte sie einen nach dem anderen runter, um sich dann vor der Kamera kaum etwas anmerken zu lassen. Der Grund? Langeweile. 

... und in "Passengers"

Auch bei einem neueren Projekt griff Lawrence wieder zur Flasche. Dieses mal jedoch mit klarem Hintergedanken. Da auf dem Drehplan eine Sex-Szene mit Chris Pratt stand, trank sich Lawrence an. Nicht weil sie sich Chris Pratt hätte schön trinken müssen. Sondern zum einen, weil Sex-Szenen ohnehin herausfordernd sind, zum anderen auch, weil ihr Kollege Pratt zur Zeit des Drehs verheirateter Familienvater war.

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Harry Potter ist das Nervigste an Harry Potter und hier sind 7 Gründe warum

Schon mal aufgefallen? Obwohl Harry Potter der wohl bekannteste Held unserer Kindheit ist, kann ihn eigentlich keiner leiden. Viel zu lange haben wir das nur heimlich für uns gedacht, heute, 20 Jahre nach der deutschen Erstauflage von "Der Stein der Weisen" wird darüber nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Das Resümee nach zwei Jahrzehnten Potter? Das einzig nervige an den (wunderbaren, fantastischen, geliebten!!!) Büchern ist der Titelheld.

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