SPD
BERLIN, GERMANY - JANUARY 12:  Berlin politician and member of the German Social Democrats (SPD) Sawsan Chebli (C) chats with colleagues as she attends a meeting of the SPD Bundestag faction hours after the SPD, the German Christian Democrats (CDU) and the Bavarian Christian Democrats (CSU) emerged from all-night preliminary coalition talks on January 12, 2018 in Berlin, Germany. Chebli, who is of Palestinian descent, holds the positions of Commissioner of the State of Berlin to the German Federation and Berlin State Secretary for Citizens' Engagement. She recently proposed that all German citizens as well as refugees and migrants at least once in their lives make a mandatory visit to one of Germany's many concentration camp memorials.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Das Netz streitet über die Uhr der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli. getty images

#Uhrengate: SPD-Staatssekretärin trägt Rolex und erntet einen Shitstorm

"Dürfen Sozen Rolex tragen?" Diese Frage sorgt in Deutschland gerade für ordentlich Gesprächsstoff. Der Grund: Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, ihres Zeichens Sozialdemokratin, trägt eine Armbanduhr der Edelmarke Rolex. Auf einem Foto der 40-Jährigen von 2014 wurde die Uhr entdeckt. Chebli ist Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales.

Tatsächlich passt die Uhr nicht gerade in ein Hartz-IV-Budget. Die Datejust 36 kostet etwa 7300 Euro – das entspricht 18 Hartz-IV-Regelsätzen. Das Thema breitete sich in den Sozialen Medien schnell aus. Die kölsche Lebensweisheit "Man muss auch gönnen können" wird dabei außer Acht gelassen. Auf Twitter läuft der Schlagabtausch unter den Hashtags #Uhrengate und #Rolex.

Schnell wurde auch darüber diskutiert, warum bei Männern derartige Statussymbole nie kritisiert werden. Scheinbar sind die Zeiten eines Kanzlers Schröder, der gern in Maßanzügen und mit dicken Zigarren posierte, in der SPD vorbei. Bescheidenheit ist angesagt. Der Ruf, der Vertreter der "kleinen Leute" zu sein, stehe für die SPD auf dem Spiel. So sehen es jedenfalls einige SPD-Kritiker.

Chebli schlägt auf Twitter zurück:

Viele Twitter-User verteidigen Sawsan Chebli jedoch und sehen in der überhitzten Debatte einen Sturm im Wasserglas. Nicht wenige machen sich mit humoristischen Beiträgen über die allgemeine Empörung lustig.

(mik)

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