Wirtschaft
FILE PHOTO: Adidas clothing seen before the company's annual news conference in Herzogenaurach, Germany, March 14, 2018. REUTERS/Michael Dalder/File Photo

Bild: reuters / Michael Dalder

Folgen der Corona-Krise: Adidas braucht offenbar Milliarden-Kredit

Der von der Corona-Krise hart getroffene Sportartikelhersteller Adidas benötigt frische Liquidität. Adidas werde Kredite brauchen, aber keine direkte Staatshilfe, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Angaben zur Höhe der Kredite wollte sie nicht machen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, Adidas überlege, einen Kredit von ein bis zwei Milliarden Euro bei der Staatsbank KfW zu beantragen.

Finanzielle Absicherung bei Adidas

Das Unternehmen hatte bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, angesichts der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus "proaktiv einen konservativen Ansatz beim Liquiditätsmanagement zu verfolgen, um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens im derzeitigen Umfeld zu erhalten." Adidas stoppte in diesem Zuge auch sein geplantes Programm zum Aktienrückkauf.

Derzeit versorgen sich viele Konzerne mit Liquidität, um in der Corona-Krise flüssig zu bleiben. So sicherte sich etwa der Auto- und Lkw-Bauer Daimler weitere Finanzierungsmöglichkeiten. Der Konzern schloss mit mehreren Banken eine Vereinbarung über eine neue Kreditlinie in Höhe von 12 Milliarden Euro, wie die Stuttgarter am Donnerstag mitteilten. Diese ergänzt eine bestehende Kreditlinie von 11 Milliarden Euro, die bis 2025 läuft.

Adidas war diese Woche in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen angekündigt hatte, seine Miete für vorübergehend geschlossene Geschäfte nicht zahlen zu wollen. Der Sportartikler hatte das mit enormen Umsatzausfällen begründet. Adidas hatte sich dann dafür entschuldigt und erklärt, die Mieten nun doch zu bezahlen.

(dpa/lin)

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hansi Daurippel 03.04.2020 11:33
    Highlight Highlight Man kann ja wohl erwarten, das milliardenschwere Konzerne genug Rücklagen haben um solche Situationen zu bestehen. Und wenn es dann doch nicht reicht einfach die Vorstandsgehälter kürzen. Aber die tun dann wieder so als müssten sie qualvoll verhungern.

Markus Söder: "Eine zweite Welle wird hundertprozentig kommen"

Sandra Maischberger blickt in ihrer Sendung "Maischberger. Die Woche" mal wieder auf die vergangenen sieben Tage zurück. Und langsam ist Corona als Thema auf dem Rückzug. Es geht auch um andere Themen wie den Streit innerhalb der AfD. Neben Corona natürlich. Aber los geht es erstmal mit einem der Corona-Gewinner. Markus Söder:

Bayerns Ministerpräsident ist aus Nürnberg zugeschaltet. Sandra Maischberger konfrontiert Söder, der lange Zeit einen eher strengen Kurs in Sachen Corona durchgesetzt …

Artikel lesen
Link zum Artikel