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US President Donald J. Trump responds to a question from the news media during a COVID-19 coronavirus press briefing in the press briefing room at the White House in Washington, DC, USA, 14 March 2020. To date there are 2175 confirmed cases of COVID-19 coronavirus in the US with 50 deaths.
Credit: Shawn Thew / Pool via CNP/AdMedia |

Der US-Präsident soll versuchen, deutsche Wissenschaftler auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff abzuwerben. Bild: CNP/AdMedia / Shawn Thew

Auf der Suche nach einem Impfstoff greift Trump zu fragwürdigen Mitteln

Die USA und Deutschland streiten nach einem Medienbericht über die Tübinger Firma CureVac, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickeln will.

US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler, die an einem Corona-Impfstoff arbeiten, mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken beziehungsweise das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf deutsche Regierungskreise. Demnach soll der US-Präsident der Firma einen hohen Betrag angeboten haben, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen.

"Aber eben nur für die USA", zitiert das Blatt eine anonyme Quelle in der Bundesregierung.

Auf ihrer Internet-Seite berichtet CureVac, der Vorstandsvorsitzende Daniel Menichella habe sich Anfang März auf Einladung des Weißen Hauses mit Trump, Vizepräsident Mike Pence, Mitgliedern der Coronavirus-Task-Force sowie weiteren hochrangigen Pharma- und Biotechmanagern getroffen.

Impfstoff-Kandidat für das Coronavirus soll in wenigen Monaten entwickelt sein

Dabei seien Strategien und Möglichkeiten zur schnellen Entwicklung und Produktion eines Impfstoffes diskutiert worden. Menichella habe das Potenzial der Impfstoffentwicklung hervorgeghoben, heißt es dort. "Wir sind sehr zuversichtlich, innerhalb weniger Monate einen wirksamen Impfstoffkandidaten entwickeln zu können", wird der Firmenchef auf der Internetseite zitiert.

Am Freitag hatte CureVac-Mitbegründer und Vorstandsmitglied Florian von der Mülbe der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, man habe die Forschungen mit einer Vielzahl möglicher Impfstoffe begonnen und wähle nun die zwei besten aus, um mit ihnen klinische Tests zu starten. Die Firma hofft, Juni oder Juli einen experimentellen Impfstoff entwickelt zu haben, um dann das Ok der Aufsichtsbehörden für Erprobungen mit Menschen zu bekommen.

"Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Berlin der "Welt am Sonntag". "Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac."

Das Blatt berichtet ohne Nennung von Quellen, die Bundesregierung versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten in Deutschland zu halten. CureVac lehne eine Stellungnahme zu dem Vorgang ab.

(pcl/rts)

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