USA
 President Donald Trump participates in an event held to introduce a plan to help prevent suicide among U.S. veterans, in the East Room of the White House in Washington, DC on Wednesday, June 17, 2020. Veterans have a suicide rate one and a half times higher than non-veteran adults, according to the 2019 National Veteran Suicide Prevention Annual Report. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAX20200617181 MICHAELxREYNOLDS

Ein Ex-Mitarbeiter kritisiert den amerikanischen Präsidenten scharf. Bild: www.imago-images.de / MICHAEL REYNOLDS

Ex-Berater Bolton erhebt in Buch schwere Vorwürfe: Trump wollte Chinas Hilfe für Wiederwahl

Donald Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton wirft dem Präsidenten in einem Enthüllungsbuch wiederholten Amtsmissbrauch und teils gravierende Unwissenheit vor.

Was Bolton im Detail schreibt:

"Das Verhaltensmuster sah nach Behinderung der Justiz als Alltagsgeschäft aus, was wir nicht akzeptieren konnten", schreibt Bolton demnach. Er habe seine Bedenken damals auch schriftlich an Justizminister William Barr gerichtet, heißt es weiter.

In Bezug auf China habe Trump in den Verhandlungen um ein Handelsabkommen mehrfach klargemacht, dass es ihm darum gehe, ein Ergebnis zu erzielen, das es ihm erlauben würde, bei der US-Wahl im November in den landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten zu siegen, schreibt Bolton demnach. Chinas Versprechen, mehr landwirtschaftliche Produkte zu kaufen, waren ein wichtiger Teil des Abkommens.

In einem Essay, adaptiert aus seinem Buch, schreibt Bolton für das "Wall Street Journal":

"Ein Höhepunkt kam, als Xi sagte, er wolle noch sechs weitere Jahre mit Trump zusammenarbeiten, und Trump antwortete, dass die Leute sagten, dass die verfassungsmäßige Begrenzung auf zwei Amtszeiten für US-Präsidenten für ihn aufgehoben werden sollte. Xi sagte, die USA hätten zu viele Wahlen gehabt, weil er nicht von Trump, der zustimmend nickte, abrücken wollte."

quelle: "wall street journal"

Bolton: Trump handelt aus Unwissen

Bolton, der als Sicherheitsberater eng mit dem Präsidenten zusammengearbeitet hatte, wirft Trump auch vor, seine Außenpolitik häufig auf Bauchgefühl und Unwissenheit zu basieren. So habe der Präsident zum Beispiel nicht gewusst, dass Großbritannien eine Atommacht ist und ein Mal auch gefragt, ob Finnland zu Russland gehöre, wie Bolton in dem Buch der "New York Times" zufolge beschreibt.

Bolton erklärte auch, es sei klar gewesen, dass Trumps persönliche Diplomatie mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un nie zu einem befriedigenden Ergebnis führen würde. Zudem soll Trump einen Nato-Austritt sehr ernsthaft erwogen haben.

Laut der "New York Times" schreibt der Ex-Berater in seinem Buch auch, dass Außenminister Mike Pompeo ihm während eines Treffen 2018 mit Kim eine Notiz zugesteckt habe, in der es über Trump hieß: "Er ist so voller Scheiße."

Trump hatte seinen engen Vertrauten Bolton im September als Sicherheitsberater geschasst – wegen Meinungsverschiedenheiten. Am Dienstag wurde bekannt, dass die US-Regierung vor Gericht zieht, um das Erscheinen eines Enthüllungsbuchs zu verhindern.

(ll/dpa)

Sahra Wagenknecht überrascht bei "Maischberger" mit Lob für Donald Trump

Die USA haben gewählt, aber noch weiß niemand, wer gewonnen hat. Fest steht: Joe Biden ist mit über 70 Millionen Stimmen der amerikanische Präsidentschaftskandidat mit den meisten Stimmen überhaupt. Gewonnen hat er damit aufgrund des amerikanischen Wahlsystems noch nicht. Denn da geht es um die Mehrheit in den jeweiligen Bundesstaaten und den damit verbundenen Stimmen der Wahlmänner. Donald Trump hatte sich noch während der laufenden Auszählungen als Sieger ausgerufen und einen Gang zum …

Artikel lesen
Link zum Artikel