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Auf Videos ist zu sehen, dass die Menschen in Nürnberg dicht an dicht standen. Bild: screenshot twitter

Bilder von Corona-Demo aus Nürnberg sorgen für Entsetzen und Kritik an Polizei

Bilder von einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Nürnberg am Sonntagabend lösen auf Twitter breites Entsetzen aus. Viele kritisieren außerdem das zögerliche Verhalten der Polizei.

Auf den Bildern ist zu sehen, dass die Demonstranten dicht an dicht stehen, Masken sind eher die Ausnahme als die Regel. Die Stimmung ist geradezu euphorisch und erinnert an Fußballspiele oder Karnevalsveranstaltungen.

Polizeibericht: "Größtenteils störungsfrei" – "Großzügiges" Vorgehen

Im Polizeibericht liest sich das alles ganz harmlos. Von 17 bis 18 Uhr sei vor der Frauenkirche eine "Versammlung von Maßnahmengegnern, unter dem Titel 'Coronaverordnung'" abgehalten worden, steht dort. Bis zu 300 Personen hätten teilgenommen.

"Auch wenn nicht permanent die Abstands- und Maskenregeln eingehalten wurden, verlief die Versammlung größtenteils störungsfrei."

Aus dem Polizeibericht

Für Empörung sorgt auch die Aussage eines Polizeisprechers, der um die Auflösung der Veranstaltung bittet und dabei sagt, man sei "einigermaßen großzügig" gewesen. Ein "absoluter Skandal", wie ein User feststellt.

Viel Kritik an Demonstranten und Polizei

Sowohl die Veranstaltung selbst als auch das zurückhaltende Vorgehen der Polizei stoßen auf viel Kritik. Sogar der örtliche Fußballverein, Zweitligist FC Nürnberg, verurteilt das Geschehen auf seinem Twitter-Account.

Auch der Journalist Julius Geiler findet deutliche Worte zu der Veranstaltung – und dem Vorgehen der Polizei.

Ein weiterer User wies schon am Sonntagabend vorsorglich darauf hin, dass dem Polizeibericht nicht zu trauen sei, sollte er die Ereignisse als harmlos darstellen wollen. Andere flüchteten sich angesichts der Bilder gleich in Spott.

Unter Gegnern der Corona-Maßnahmen wurde die Aktion dagegen gefeiert. Auf Twitter spricht ein User, der sich nach dem ehemaligen Reichspräsidenten Hindenburg benannt hat, von 2000 Leuten und einem "großen Erfolg". "Die Polizei verhielt sich großteils abwartend und passiv."

(om)

Neuer Plan der Bundesregierung: Corona-Impfung ab April beim Hausarzt

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie, wie Impfstoff an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden kann. Die Bevölkerung soll dann künftig dort geimpft werden. Das erfuhr das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ aus Regierungskreisen. Damit sollen die bundesweit rund 400 Impfzentren schrittweise aufgelöst werden. Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige bei ihrem Hausarzt melden, so der Plan.

Über die Hausärzte wären …

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