Politik

Nach rassistischem Pullover – Rapper nehmen Entschuldigung von Gucci nicht an

890 US-Dollar hätte der Rassismus im Laden gekostet – aber soweit ist es nicht gekommen. Die Luxusmarke Gucci hat einen neuen Rollkragen-Pulli bereits wieder vom Markt genommen, nachdem dieser heftige Kritik ausgelöst hatte.

So sieht das Kleidungsstück aus:

Bild

gucci screenshot 

Der große rote Ausschnitt um die Lippen und der schwarze Gesichtsbezug erinnern stark an das höchst rassistische "Blackfacing", mit dem weiße Menschen schwarze Menschen imitieren. Schwarze Farbe und dicke rote Lippen gehören dabei zu rassistischen Stereotypen, die aufgergriffen werden.

In einem Statement entschuldigte sich Gucci "zutiefst" dafür, dass sein Pullover "wool balaclava jumper" Gefühle verletzt hat. (VOX)

Hier der Tweet des Unternehmens:

Update: Die Rapper T.I. und Soulja Boy rufen zum Boykott von Gucci auf

Übersetzung:

@gucci Als ein Kunde, der 7-stellig im Jahr bei euch einkauft und eure Marke lange unterstützt hat, muss ich sagen... Ihr habt keine Ahnung von uns!! ENTSCHULDIGUNG NICHT ANGENOMMEN!!!! Wir nehmen euch diesen "Ooops, mein Fehler, das sollte nicht rassistisch und respektlos gemeint sein"-Scheiß nicht ab! Ihr wusstet, was ihr getan habt und WIR NEHMEN DAS NICHT HIN!! WIR MÜSSEN ALLE AUFHÖREN, die Sachen von dieser Scheiß-Firma zu tragen, zu kaufen und zu unterstützen. Und von ALLEN SCHEIß-FIRMEN, BIS SIE LERNEN UNSERE DOLLARS ZU RESPEKTIEREN & UND DEN WERT UNSERER GESCHÄFTE ZU SCHÄTZEN!!!! UNSERE  KULTUR IST FÜR IHREN ERFOLG VERANTWORTLICH!!! Wir (Dunkelhäutige) geben 1,25 Milliarden Dollar im Jahr aus (sind aber die am wenigsten Respektierten und Einbezogenen) und wenn wir aufhören ALLES zu kaufen, MÜSSEN sie ALLE unsere Bedenken korrigieren. Das ist DIE EINZIGE MÖGLICHKEIT, wie wir etwas RESPEKT BEKOMMEN KÖNNEN!! Es ist mir scheißegal, wenn ich dafür Sachen von der Target Brand tragen muss... #FuckGucci

Auch Soulja Boy ist durch mit Gucci:

@gucci

Ein Beitrag geteilt von Soulja Boy (Young Drako) 💲🔌🔫 (@souljaboy) am

"Ich bin schockiert und entsetzt, und ich fühle mich nicht respektiert. Ich habe eure Marke unterstützt. Ich habe Hunderttausende von Dollars für sie ausgegeben und dann kommen sie an mit einem Blackface auf einem Shirt."

Gucci ist nicht die erste Marke mit einem Rassismus-Problem:

Gucci ist nicht die erste Mode-Marke, die sich für so einen Fehler entschuldigen muss. Erst im Dezember ging es Prada ganz ähnlich. Das Unternehmen hatte in einem Schaufenster schwarze Figuren mit dicken roten Lippen ausgestellt, die ebenfalls für massive Kritik sorgten.

Auch Prada musste sich damals für den Fehltritt entschuldigen.

(mbi)

Plakat-Aktion gegen Rassismus in Hollywood

#MeTwo zeigt den Alltagsrassismus in Deutschland

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Video: watson/Lia Haubner

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"Wie realistisch sind Fernbeziehungen?": Ratgeberin Emma Amour antwortet

Hi Nils,

zuerst einmal ein großes Halleluja. Kommt nicht alle Tage vor, dass man jemanden trifft, der die gleichen Interessen hat, der ebenfalls Single ist und uns gut findet.

Euch verbindet zusätzlich eine große Leidenschaft, der Sport. Ich finde, dass das fürs Erste absolut reicht, um sich mal näher aneinander zu tasten. Da euch die Ferne in der Tat erschwerend im Wege steht, rate auch ich zu den gängigen Mitteln. Noch besser als Chatten und Schreiben finde ich Videotelefonie.

Vielleicht schaffst …

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