Klima
Bild

Die 23-jährige Klima-Aktivistin Luisa Neubauer bei einer Demo in Berlin Mitte Dezember. Bild: imago images / POP-EYE

Luisa Neubauer lehnt Siemens-Posten ab – und macht einen Gegenvorschlag

Luisa Neubauer fordert von Siemens zudem, den ihr angebotenen Posten im Aufsichtsgremium der Energiesparte anders zu besetzen.

Siemens-Chef bedauert die Entscheidung

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser sagte am Sonntag in München, er respektiere die Entscheidung von Neubauer.

Er fügte hinzu: "Sie hätte an der Lösung der von der Fridays-for-Future-Bewegung zu Recht adressierten Klimaproblematik mitgestalten können und dabei auch Einblicke in komplexe unternehmerische Zusammenhänge bekommen."

Der Hintergrund der Debatte:

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte Neubauer am Freitag bei einem Gespräch einen Sitz in einem Aufsichtsgremium des künftigen Unternehmens angeboten. Ob es der Aufsichtsrat oder ein anderes Gremium sei, könne Neubauer selbst entscheiden, sagte er.

Bei dem Gespräch ging es um ein umstrittenes Projekt von Siemens. Das Unternehmen will eine Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien liefern.

Die Adani Group mit Hauptsitz in Indien will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft.

Auch die weltweit bekannte Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg hatte von Siemens zuletzt einen Rückzieher bei dem Projekt verlangt. Neubauer bekräftigte im Gespräch mit der "Bild am Sonntag" ihre Kritik an der Beteiligung des Münchner Industriekonzerns an dem Kohleminen-Großprojekt.

(ll/rt/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Aldi-Süd zeigt neue Verpackung, die den Markt revolutionieren soll

Nachhaltige Firmenstrategien sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch fürs Geschäft. Umso schwerer haben es Nahrungsmittelkonzerne, die mit ihren Produkten nicht im Öko-Trend sind.

Fleisch, das in der allgemeinen Debatte für seine stark CO2 belastete Produktion kritisiert wird, bekommt hier ein Image-Update. Der Hackfleisch-Händler Tönnies führt bei Aldi-Süd jetzt eine neue Verpackung für seine Produkte ein, wie der Händler selbst bekannt gab.

Tönnies ist der exklusive Fleischlieferant von …

Artikel lesen
Link zum Artikel