Religion
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Ein Anfang scheint gemacht: "Hören wir den Schrei der Kleinen, die Gerechtigkeit verlangen", sagte Franziskus.

Papst fordert Maßnahmen gegen Missbrauch – Opferverbände bleiben skeptisch

Es sind zunächst nur Worte. Zu Beginn des Anti-Missbrauchsgipfels hat Papst Franziskus "konkrete und wirksame Maßnahmen" gefordert.

"Das Volk Gottes schaut auf uns und erwartet von uns keine einfachen und vorhersehbaren Verurteilungen."

Sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag in der Synodenaula des Vatikans.

Und weiter: "Hören wir den Schrei der Kleinen, die Gerechtigkeit verlangen." Der Papst erinnerte die Chefs der Bischofskonferenzen der Welt an ihre Verantwortung und verlangte "Mut und Konkretheit", um das "Übel" des sexuellen Missbrauchs zu bekämpfen. "Die Jungfrau Maria möge uns erleuchten, um diese schweren Wunden zu heilen, die der Skandal der Pädophilie sowohl den Kleinen als auch den Gläubigen zugefügt hat", sagte der Papst.

An dem historischen Treffen nehmen bis Sonntag neben den etwa 110 Chefs der nationalen Bischofskonferenzen auch Vertreter der römischen Kurie und von Orden teil. In Arbeitsgruppen sollen bis Sonntag die drei Themen Verantwortung, Rechenschaftspflicht und Transparenz besprochen werden. Die Konferenz endet mit einer Messe und einer Abschlussrede des Papstes in der prächtigen Sala Regia im Vatikan. Bindende Beschlüsse können die etwa 190 Teilnehmer auf der Konferenz nicht fassen. Auch eine Abschlusserklärung steht nicht auf der Agenda.

Schon in den 1980er Jahren kamen erste Missbrauchsfälle durch Geistliche ans Licht. In den vergangenen Jahren wurde der Druck auf die Kirche und den Papst nach Skandalen in Deutschland, Irland, Chile und den USA immer größer. Viele Gläubige haben sich deshalb von der Kirche abgewandt, viele Opfer leiden zusätzlich an der Vertuschung nach dem Missbrauch. "Keiner hat mir zugehört, ... keiner hat mein Weinen gehört, ich frage mich, warum hat Gott mir nicht zugehört", verlas der deutsche Pater Hans Zollner, der den Gipfel mit vorbereitet hat, zum Auftakt.

Opferverbände fordern Ergebnisse

Die Erwartungen sind hoch, dass Franziskus endlich einen Weg aus der Krise findet. Der deutsche Kardinal Reinhard Marx erhofft sich von dem Treffen Impulse nicht nur für die Kirche, sondern für die gesamte Gesellschaft. "Ein Ziel muss sein, dass alle Bischöfe begreifen, das ist eine Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen. Überall, in der Kirche und in der Gesellschaft natürlich auch", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in Rom. Das "furchtbare Übel des sexuellen Missbrauchs" müsse überwunden werden.

Opferverbände verlangen, dass der Papst seine immer wieder angekündigte Null-Toleranz-Politik jetzt wirklich durchsetzt.

In der Kirche gebe es keine unabhängige Verwaltungsinstanz, die Priester oder Bischöfe kontrolliere, kritisierte der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Ansgar Wucherpfennig, im Deutschlandfunk. Er sprach sich für die Einrichtung einer Wahrheitskommission und für unabhängige Berater an der Seite der Bischöfe aus, die Fälle an die Staatsanwaltschaft weiterleiten könnten.

Die Zeit der "salbungsvollen Worte" sei vorbei, sagte Matthias Katsch vom deutschen Opferschutzverband Eckiger Tisch. Er war verärgert, dass der Papst bei einem Vorabtreffen zwischen Opfern und dem Vorbereitungskomitee am Mittwoch nicht dabei war. "Das Treffen selbst war enttäuschend, weil die Organisatoren eigentlich nicht recht sagen konnten, was der Zweck war." Auch andere Opfer kritisierten, von der Konferenz ausgeschlossen zu werden.

(ts/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

"Grenze überschritten": GNTM-Vanessa wehrt sich gegen ProSieben – verklagt sie den Sender?

Link zum Artikel

Daenerys wer? Die 17 fatalen Probleme des "Game of Thrones"-Finales

Link zum Artikel

Oops, they did it again: Fans entdecken peinlichen Fehler im "GoT"-Finale

Link zum Artikel

Diese 13 Memes über Bran in "Game of Thrones" bringen dich trotz allem zum Lachen

Link zum Artikel

Das "GoT"-Finale war meine allererste Folge der Show – das habe ich über die Serie gelernt

Link zum Artikel

ESC: Peinlich! Sisters geben zu, wo sie bei der Punktevergabe waren

Link zum Artikel

Herzzerreißende "GoT"-Szene mit Daenerys und Jon – Fans sind erschüttert

Link zum Artikel

So emotional nehmen die "GoT"-Stars nach dem Finale Abschied von der Serie

Link zum Artikel

"GoT": 8 Fehler, die dir genauso entgangen sind wie der Kaffeebecher

Link zum Artikel

Achtung, Spoiler! Die besten Reaktionen zum "Game of Thrones"–Finale

Link zum Artikel

"Game of Thrones"-Autor gibt Hinweis, wie es nach dem Ende der Serie weitergeht

Link zum Artikel

Vanessa rechnet nach "GNTM"-Aus mit ProSieben ab – jetzt antwortet der Sender

Link zum Artikel

Das sagt Lena Meyer-Landrut den S!sters vor dem ESC– ein großer Fan ist sie wohl nicht

Link zum Artikel

So sehen BTS als alte Männer aus – und wir haben Fragen

Link zum Artikel

Darum ist das neue Album nur zu 80 Prozent Rammstein – eine (kleine) Enttäuschung

Link zum Artikel

ESC 2019: Dieter Bohlen über Luca Hänni: "Ich hätte den Mut dazu nie gehabt"

Link zum Artikel

Der neue Song von Shirin David ist eine Abrechnung mit ihrem Vater

Link zum Artikel

Samra und Capital Bra: Neuer Song Wieder Lila ist schon jetzt ein Hit

Link zum Artikel

16 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Strache-Skandal in Österreich – Kanzler Kurz soll Neuwahlen wollen

Link zum Artikel

"Zweifel, Ängste, schlaflose Nächte" – Das sagen "die Lochis" zu ihrem Aus

Link zum Artikel

Lena Meyer-Landrut macht Fan mit Post bei Instagram glücklich

Link zum Artikel

Falscher Professor? Vorwürfe gegen einen AfD-Europakandidaten

Link zum Artikel

Pressekonferenz in Sonnenbrille: Loredana streitet Betrug ab und wird laut

Link zum Artikel

Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

Link zum Artikel

Ed Sheeran und Justin Bieber: "I Don't Care" kann der Song des Sommers werden

Link zum Artikel

16 peinlichen Instagram-Werbungen, die nach hinten losgegangen sind

Link zum Artikel

180 Staaten bekämpfen jetzt den Plastikmüll – mit einem globalen Pakt

Link zum Artikel

Dieser seltsame Vogel ist ausgestorben ... kommt aber immer wieder zurück von den Toten

Link zum Artikel

Ariana Grande und BTS: Insider verrät, dass gemeinsamer Song "nur eine Frage der Zeit" ist

Link zum Artikel

Sie soll ein Paar um 614.000 Euro betrogen haben – Rapperin Loredana festgenommen

Link zum Artikel

Helene Fischer lief weg und schrie: Luxus-Makler plaudert über den Hauskauf mit Flori

Link zum Artikel

Aus 7 wird 1: So brach die AfD im EU-Parlament auseinander

Link zum Artikel

"In dieser Liga ist die Relegation etwas Gutes" – die besten Witze zum HSV-Gau

Link zum Artikel

Das Schlimmste am Wochenende: Menschen auf dem Markt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die krassesten Plakate zur Europawahl kommen nicht von den Parteien

Es ist leicht, sich über Wahlplakate lustig zu machen. Haben wir auch schon getan. Inhaltslose Slogans, gestellte Fotos, Photoshop-Fails: Wahlplakate From Hell eben.

Es könnte auch anders gehen. Das zeigt eine Kampagne des Berliner Gemeinschaftsprojekts "Operation Götterfunken" (Beethoven, Europahymne, ihr wisst schon). Ihr Ziel ist es, wie auf ihrer Webseite steht: "Wir wollen die junge Generation Europa zur Wahl bewegen."

Hinter der Kampagne steckt der Pariser Thinktank Argo und die deutsche …

Artikel lesen
Link zum Artikel