Coronavirus
ARCHIV - 21.10.2020, Dänemark, Farre: Nerze, die auf einem Bauernhof in Farre im südlichen Teil von Jütland getötet wurden.  In Dänemark haben sich Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Die dänische Regierung hatte angeordnet, dass alle Nerze im Land getötet werden sollen aufgrund des Risikos, dass die derzeit entwickelten Corona-Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken. Foto: Mette Moerk/Ritzau Scanpix/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nerze, die auf einem Bauernhof in Farre im südlichen Teil von Jütland, Dänemark, getötet wurden (Symbolbild). Bild: Ritzau Scanpix/AP / Mette Moerk

Begrabene Nerz-Kadaver in Dänemark wieder an Erdoberfläche aufgetaucht

Millionen Nerze in Dänemark wurden in aller Eile gekeult, weil sie potenziell ein mutiertes Coronavirus in sich trugen. Doch nun sind einige von ihnen unerwartet wieder aufgetaucht: In einem auf einem Militärgelände angelegten provisorischen Massengrab für die Pelztiere wurden die Kadaver aufgrund von Fäulnisgasen wieder an die Erdoberfläche getrieben, wie Bilder des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders DR zeigen.

Nach Angaben der Polizei im westdänischen Holstebro sind die gekeulten Nerze nur noch mit einer dünnen Sand-Kalkschicht bedeckt. Ein Internetnutzer sprach bereits ironisch vom "Jahr der mutierten Zombie-Nerze".

Der Sender DR warf dem dänischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium vor, die Kadaver nicht tief genug begraben zu haben. Das Ministerium sprach hingegen von einem "vorübergehenden Problem", das mit dem Verwesungsprozess der Tiere zusammenhänge. Das Gebiet werden nun Tag und Nacht kontrolliert und aufgetauchte Kadaver erneut mit Erde bedeckt.

ARCHIV - 09.11.2020, Dänemark, Holstebro: Geschlachtete Nerze werden in einem Graben entsorgt. In Dänemark sind mittlerweile alle Pelztiere auf mit dem Coronavirus befallenen Nerzfarmen getötet worden. (zu dpa

Geschlachtete Nerze werden in einem Graben entsorgt. Bild: Ritzau Scanpix/AP / Morten Stricker

Die dänische Regierung hatte Anfang November die Keulung der bis zu 17 Millionen Nerze im Land angeordnet, nachdem auf einigen Zuchtfarmen im Norden Jütlands eine mutierte und auf den Menschen übertragbare Form von Sars-CoV-2 entdeckt worden war. Es bestand demnach die Gefahr, dass die Mutation "Cluster 5" künftige Impfungen unwirksam machen könnte. Die Regierung geht inzwischen davon aus, dass das "Cluster 5" wieder "ausgemerzt" werden konnte.

(lau/afp)

Arzneimittelbehörde EMA verschiebt Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben. Das teilte die EMA am Montagabend in Amsterdam mit.

Der Expertenausschuss der EMA war bereits am Montag und damit zwei Tage früher als geplant zusammengetroffen und hatte über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten. Dabei seien einige Fragen offen geblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss. Die EMA …

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