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Anrufer konnten heimlich mithören – Apple muss Gruppen-Facetime deaktivieren

Nach Bekanntwerden einer massiven Sicherheitslücke in seiner Videochat-Software Facetime hat Apple die Gruppenchat-Funktion vorübergehend deaktiviert.

Über Social Media hatte sich zuvor wie ein Lauffeuer verbreitet, dass ein Programmierfehler Anrufern ermögliche, schon vor dem Abheben unbemerkt beim Angerufenen mitzuhören und ihn unter Umständen über die Frontkamera zu beobachten. (Buzzfeed News)

Apple hatte die Facetime-Schwachstelle, die iOS-Geräte und Mac-Computer in Wanzen verwandelte, zunächst bestätigt und ein Software-Update zur Behebung angekündigt. In der Nacht auf Dienstag wurde die Funktion für Telefonkonferenzen dann komplett offline genommen.

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screenshot: apple.com

Das sei der richtige Schritt, kommentiert dieser Tech-Journalist

Wie lange schon?

Es sei nicht klar, wie lange dieser neueste Facetime-Fehler existiere, aber er hätte bis zu drei Monate lang genutzt werden können, schreibt der US-Techblog The Verge.

"Group FaceTime" (wie Apple das Feature nennt) wurde am 30. Oktober 2018 mit iOS 12.1 eingeführt. Dies nachdem sich die geplante Einführung verzögert hatte. Innerhalb weniger Tage nach der Veröffentlichung von iOS 12.1 wurde eine Sicherheitslücke in Zusammenhang mit dem Sperrbildschirm und Gruppen-Videochats entdeckt und behoben.

Die gravierende Sicherheitslücke, die die Privatsphäre von hunderten Millionen Apple-Usern gefährdete, hat in den USA hohe Wellen geschlagen.

Das Facetime-Update soll laut Apple "später in dieser Woche" veröffentlicht werden. Bis dahin dürfte die Gruppenchat-Funktion für alle Betriebssysteme (iOS, macOS etc.) gesperrt bleiben.

(dsc)

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