BERLIN, GERMANY - MARCH 03: German Chancellor Angela Merkel (C), Bavarian Premier Markus Soeder (L) and Berlin Mayor Michael Mueller (R) arrive to a press conference after a virtual meeting between Merkel and the leaders of Germany's 16 states during the coronavirus pandemic on March 3, 2021 in Berlin, Germany. The group agreed that Germany's current lockdown will extend to March 28 but that small steps toward easing certain elements of the lockdown may begin sooner. Germany is proceeding cautiously as COVID infection rates that were falling since December have in recent weeks begin to slowly climb, which the government attributes to the spread of the B117 variant. (Photo by Omer Messinger/Getty Images)

Die Bundesregierung steht in der Kritik, nicht ausreichend für die nun erfolgende schrittweise Öffnung vorgesorgt zu haben. Bild: Getty Images Europe / Omer Messinger

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Oppositionspolitikerinnen reagieren auf Corona-Beschlüsse und bezeichnen Öffnungsplan als "riskant"

In mehr als neunstündigen Verhandlungen haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten neue Corona-Beschlüsse ausgearbeitet. Vereinbart wurden eine neue Teststrategie und stufenweise Öffnungen mit eingebauter Notbremse.

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Um Schnell- und Selbsttests entbrennt bereits Streit.

Watson hat bei Vertreterinnen der Opposition nachgefragt, wie sie die beschlossenen Maßnahmen bewerten.

Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen): "Das ist riskant"

BERLIN, GERMANY - APRIL 23: Katrin Dagmar Göring-Eckardt of the Alliance 90/The Greens wears a face mask as she arrives at the Bundestag on April 23, 2020 in Berlin, Germany. Germany is still at the beginning of the coronavirus pandemic and will have to live with it for a long time, Chancellor Angela Merkel said. (Photo by Maja Hitij/Getty Images)on April 23, 2020 in Berlin, Germany. (Photo by Maja Hitij/Getty Images)

Katrin Göring-Eckardt ist Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag. Bild: Getty Images Europe / Maja Hitij

"Die Bundesregierung hat versäumt, das Land auf Öffnungen vorzubereiten."

"Die Bundesregierung hat versäumt, das Land auf Öffnungen vorzubereiten. Die Ministerpräsidentenkonferenz geht jetzt den zweiten Schritt vor dem ersten: Öffnungen ohne ausreichend Tests und ohne Teststrategie, ohne funktionierende App und bei noch geringer Impfquote. Das ist riskant – bei allem Verständnis für die steigende Müdigkeit."

Amira Mohamed Ali (Die Linke): "Die Bundesregierung hat versagt"

BERLIN, GERMANY - FEBRUARY 26: Amira Mohamed Ali, parliamentary co-chairperson of the German Die Linke (The Left) party, speaks on the first day of the party's virtual congress on February 26, 2021 in Berlin, Germany. The new party co-leaders will be chosen at the conference, held virtually amidst the ongoing coronavirus (COVID-19) pandemic, on the following day. (Photo by Adam Berry/Getty Images)

Amira Mohamed Ali ist Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. Bild: Getty Images Europe / Adam Berry

"Die Bundesregierung hat versagt. Sie ist nicht in der Lage, die Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Öffnung zu schaffen. Es ist unentschuldbar, dass es nach dem Desaster bei Masken und Impfstoff nun auch noch einen Mangel an Tests gibt.

"Es ist unentschuldbar, dass es nach dem Desaster bei Masken und Impfstoff nun auch noch einen Mangel an Tests gibt."

Der Erfolg einer dauerhaften Öffnungsstrategie wird durch dieses erneute Versäumnis massiv gefährdet. Ein Gesundheitsminister, der in dieser ernsten Situation wiederholt dabei versagt, rechtzeitig und ausreichend die Dinge zu beschaffen, die für den Umgang mit und den Weg aus der Krise dringend notwendig sind, ist untragbar."

Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): "Die MPK im Kanzleramt folgte dem immergleichen Muster"

210. Bundestagssitzung und Debatte in Berlin Aktuell, 12.02.2021, Berlin, Christine Aschenberg-Dugnus im Portrait bei ihrer Rede zum Thema Fortgeltung der epidemischen Lage bei der 210. Sitzung des Deutschen Bundestag in Berlin Berlin Berlin Deutschland *** 210 Bundestag session and debate in Berlin Current, 12 02 2021, Berlin, Christine Aschenberg Dugnus in portrait during her speech on the continuation of the epidemic situation at the 210 session of the German Bundestag in Berlin Berlin Germany

Christine Aschenberg-Dugnus ist gesundheitspolitische Sprecherin der FDP im Bundestag. Bild: www.imago-images.de / Political-Moments

"Die Ministerpräsidentenkonferenz im Kanzleramt folgte dem immergleichen Muster: langes Warten, überschaubare Ergebnisse, Verlängerung des Lockdowns. Nach Masken- und Impfstoffdebakel offenbart die Bundesregierung Fehler bei der Schnelltestbeschaffung. Das ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung und führt zu Unverständnis in der Bevölkerung.

"Nach Masken- und Impfstoffdebakel offenbart die Bundesregierung Fehler bei der Schnelltestbeschaffung."

Während Merkel und die Länder gestern stundenlang über Lockerungen beraten, liegt unser Stufenplan seit Februar vor. Zudem werden wir morgen einen Antrag für ein nationales Impfportal einbringen. Denn wir wollen den Menschen Perspektiven aufzeigen, damit sie mit Zuversicht in die Zukunft schauen können."

(mit Material von dpa)

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"Gerne. Immer her damit!" – Mehr als 220 Spitzenpolitiker und Bundestagsabgeordnete erklären bei watson: Ja, ich würde mich mit Astrazeneca impfen lassen

Astrazeneca hat ein Imageproblem. Schon seit Wochen ist der Impfstoff immer wieder Thema – und zugleich Sorgenkind. Zunächst häuften sich Meldungen, dass Astrazeneca-Dosen liegen blieben, weil immer wieder Menschen ihr Impfangebot damit nicht wahrnähmen. Offenbar ist die Sorge verbreitet, mit Astrazeneca einen minderwertigen Impfstoff zu erhalten.

Nun folgten auch noch Meldungen, dass nach Impfungen mit Astrazeneca in einigen Fällen Hirnvenen-Thrombosen auftraten. Die Impfungen mit Astrazeneca …

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