Südamerika
epa03223403 People from the community of Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender (GLBT), commemorate in Quito, Ecuador, for the World Day Against Homophobia, 17 May 2012. One of the strongest claims of the participants at the event was the closure of illegal clinics that claim to offer a 'cure' for homosexuality in Ecuador and, according to both the authorities and supporters of LGBT violate the Constitution. EPA/JOSE JACOME |

Liebt euch! Bild: picture alliance / dpa / jose jacome

Ecuador erlaubt die gleichgeschlechtliche Ehe –als fünftes Land in Südamerika

Als fünftes Land in Südamerika hat Ecuador die gleichgeschlechtliche Ehe möglich gemacht. Das Verfassungsgericht in Quito gab am Mittwoch (Ortszeit) mit einer knappen Mehrheit von fünf zu vier Stimmen den Klagen von zwei homosexuellen Paaren statt.

Auch bei der Definition der Ehe müsse jegliche Diskriminierung ausgeschlossen werden, teilten die Richter mit. In dem stark katholisch geprägten Land waren bislang nur gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften legal.

Vertreter von Lesben- und Schwulenverbänden feierten die Entscheidung

Zugleich verwiesen sie darauf, dass das Urteil des Verfassungsgerichts bindend sei. "Wir werden weiter kämpfen und uns nun für das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf die Adoption von Kindern einsetzen", sagte die Vorsitzende der Nationalen LGTBI-Vereinigung, Diane Rodríguez. Konservative Gruppen in Ecuador hatten gefordert, einer Entscheidung über die Homo-Ehe müsse eine Volksbefragung vorausgehen.

So steht es um die Rechte von Homosexuellen in Südamerika:

In Südamerika ist die gleichgeschlechtliche Ehe bereits in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Uruguay eingeführt worden. Im mittelamerikanischen Costa Rica hatte der Oberste Gerichtshof die Homo-Ehe im August 2018 für legal erklärt und eine Frist von 18 Monaten bis zum Inkrafttreten gesetzt. Vorausgegangen war eine Empfehlung des Interamerikanischen Gerichtshofes, der seinen Sitz in Costa Rica hat und von zahlreichen Ländern Lateinamerikas anerkannt wird. Auch die Richter in Ecuador beriefen sich auf diese Empfehlung.

(as/dpa)

So schön war der Tuntenspaziergang

LGBTI* - was steckt hinter dem Kürzel?

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

"Die USA haben versagt": Wie das Land zur Lachnummer wurde

Menschenleere Straßen, Ärzte in Schutzausrüstung wie aus "Ghostbusters": Die ersten heftigen Bilder der Coronavirus-Krise sah die Welt am 23. Januar 2020. An diesem Tag beschloss die Zentralregierung in China, die Millionenmetropole Wuhan und andere Städte in der Provinz Hubei unter Quarantäne zu stellen. Und vier Tage später erschien auf dem Nachrichtenportal Forbes.com ein Artikel mit der Rangliste der Länder, die am besten auf eine Pandemie vorbereitet sind. Auf Platz eins von 195: die USA.

Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel