Basketball
New Orleans Pelicans forward Zion Williamson (1) reacts after making a 3-point basket in the second half of an NBA basketball game against the San Antonio Spurs in New Orleans, Wednesday, Jan. 22, 2020. The Spurs won 121-117. (AP Photo/Gerald Herbert)

Auf der großen Bühne angekommen: Zion Williamson. Bild: ap / Gerald Herbert

Das fabelhafte NBA-Debüt des neuen Basketball-Wunderkindes

Die NBA hat ein neues Lieblingskind. Nach langer Verletzungspause spielte Nummer-1-Pick Zion Williamson erstmals in der besten Basketball-Liga der Welt. Der 19-Jährige der New Orleans Pelicans überzeugte auf Anhieb.

Ralf Meile / watson.ch

Zum Sieg hat es nicht gereicht. Die New Orleans Pelicans verloren in der Nacht auf Donnerstag (deutscher Zeit) 117:121 gegen die San Antonio Spurs. Und doch ist das Team aus "The Big Easy" in den USA in aller Munde. Denn sein Supertalent Zion Williamson hat eine erste Kostprobe seines Könnens abgeliefert. Fast im Alleingang sorgte der 19-Jährige bei seinem ersten NBA-Einsatz dafür, dass die Pelicans eine Aufholjagd schafften, die beinahe noch zur Wende gereicht hätte.

Williamson gilt als Riesen-Talent, sehnsüchtig wurde seinem Debüt entgegen gefiebert. Der Nummer-1-Pick des vergangenen Drafts zeigte in der Saisonvorbereitung beeindruckende Leistungen, erlitt jedoch kurz vor dem ersten Meisterschaftsspiel eine Meniskusverletzung. Nun, da diese auskuriert ist, gab der Forward mit Vergangenheit an der Duke University mit Verspätung seinen Einstand.

Drei brillante Minuten von Williamson

22 Punkte erzielte der 1.98 Meter große und 129 Kilogramm schwere Zion Williamson gegen die Spurs. "Für mich ging ein Traum in Erfüllung, abgesehen von der Niederlage", sagte der Rookie. Er schwärmte von der Stimmung: "Die Energie, die von den Fans kam, war elektrisierend. Endlich durfte ich das erleben."

Vielleicht aufgrund von Nervosität startete Williamson mäßig in die Partie. Pelicans-Coach Alvin Gentry wies ihn in der Halbzeitpause an, er solle aggressiver auftreten. Prompt steigerte sich Williamson enorm und brillierte im letzten Viertel. Innerhalb von rund drei Minuten warf er 17 Punkte, darunter waren vier verwandelte Dreier in Folge. Zwischenzeitlich übernahm New Orleans dadurch gar die Führung.

"Mir war klar, dass er Fehler machen würde", sagte Coach Gentry nach dem Spiel. "Aber was wir hier gesehen haben, war eine erste Kostprobe, er hat sein großes Potenzial gezeigt. Ich denke, er schafft es wirklich sehr, sehr hoch hinaus und zwar schon bald."

Ein Athlet, wie er nur einmal in jeder Generation vorkommt

Die lauten "MVP"-Rufe von den Rängen des Smoothie King Centers klingen noch übertrieben. Aber nicht nur laut seines Trainers hat Williamson das Zeug, um durchzustarten. Er ist zwar ein Koloss – der drittschwerste Spieler der NBA –, was Sorgen wegen möglicher Verletzungsanfälligkeit verursacht. Aber er ist dennoch wendig, hat schnelle Füße und geschickte Hände. Williamson eilt der Ruf voraus, nicht nur ein Scorer zu sein, sondern auch ein Passgeber und defensiv stark.

Nach wenigen Monaten im College-Basketball sprach der zweifache NBA-Champion Kevin Durant von einem Athlet, wie er nur einmal in jeder Generation vorkomme. Stephen Curry, der Star der Golden State Warriors, sagte, Wiliamson habe ein unglaubliches Talent und spiele mit einer Leidenschaft, die man nicht trainieren könne.

Coach Gentry widerstand gegen die Spurs der Versuchung, Williamson im ersten Spiel nach der langen Verletzungspause zu viel abzuverlangen. Also wechselte er sein Talent aus, obwohl das Publikum das nicht verstand und auch der Spieler selber von einem harten Moment sprach. "Ich bin 19, da denke ich ehrlich gesagt nicht weitsichtig, sondern will einfach das Spiel gewinnen."

Die New Orleans Pelicans hingegen planen mit Sicherheit weitsichtig. Wer das vielleicht größte Talent der NBA in seinem Team hat, der wird mit geschickter Arbeit des Managements zu einem Titelkandidaten.

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