Bundesaussenminister Heiko Maas, SPD, aufgenommen beim Familienfoto im Rahmen des G7 Aussenministertreffen im Lancaster House in London, mit Boris Johnson, Premierminister des Vereinigten Koenigreichs Dominic Raab, Minister fuer Auswaertiges, den Commonwealth und Entwicklung des Vereinigten Koenigreichs Jean-Yves Le Drian, Minister fuer Europa und auswaertige Angelegenheiten der Franzoesische Republik Luigi Di Maio, Minister fuer auswaertige Angelegenheiten und internationale Kooperation der Italienische Republik Antony J. Blinken, Aussenminister Vereinigte Staaten von Amerika Toshimitsu Motegi, Minister fuer auswaertige Angelegenheiten von Japan Marc Garneau, Minister fuer auswaertige Angelegenheiten von Kanada Marise Payne, Minis Copyright: xFelixxZahn/photothek.netx

Die Außenminister der G7-Staaten und der britische Premierminister Boris Johnson (vorne) beim Gipfeltreffen in London Anfang Mai. Am Freitag sollen nun die Staats- und Regierungschefs der G7 zusammentreffen. Bild: IMAGO / photothek

Kampf gegen Pandemien: G7-Staaten wollen Gesundheitssysteme stärken

Die Gruppe der großen Industrienationen (G7) will ihre Kräfte bündeln, um die Covid-19-Pandemie zu beenden und besser gegen künftige Virus-Ausbrüche vorgehen zu können. Das sieht eine "Gesundheitserklärung von Carbis Bay" vor, die die Staats- und Regierungschefs nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf ihrem G7-Gipfel von Freitag bis Sonntag in dem südwestenglischen Badeort beschließen wollen.

WHO soll reformiert werden

In dem Entwurf, der am Donnerstag der dpa vorlag, verpflichtet sich die G7-Gruppe, "die kollektiven Abwehrkräfte zu stärken, um durch wirksames multilaterales Handeln und ein gestärktes globales Gesundheitssystem besser gegen künftige Pandemien vorzubeugen, diese zu entdecken, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen". "Globale Lösungen sind gefordert", hieß es weiter.

"Wir versprechen, die Führung beim Aufbau eines widerstandsfähigen, ganzheitlichen und integrativen globalen Gesundheitssystems zu übernehmen, das vorbereitet und gerüstet ist, die Ursachen und Eskalation von Krankheiten zu verhindern und auftretende Gesundheitsgefahren schnell zu entdecken." Im Mittelpunkt soll eine "reformierte" Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen.

Die G7-Staaten gehen in der Erklärung von einem ganzheitlichen Ansatz (One Health) aus, der die Gesundheit von Tier und Mensch sowie eine intakte Umwelt einschließt. In diesem Sinne wollen sie in ihre eigenen Gesundheitssysteme investieren und gefährdete Staaten unterstützen, es ihnen gleich zu tun. Auch sollen andere Staaten ermutigt werden, sich den Bemühungen anzuschließen.

Frühwarnsysteme sollen gestärkt und ein besseres globales Netzwerk zur Überwachung drohender Gefahren für die Gesundheit aufgebaut werden. Die reichen Industrienationen beschließen in der Erklärung, mittel- und langfristige globale Finanzierungsmechanismen einzusetzen, um Mittel aus verschiedenen Quellen zusammenzubringen. Ziele seien die Erholung von der Pandemie und der Aufbau besserer, integrativer und nachhaltiger Gesundheitssysteme.

(dpa)

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