Umwelt
FILE PHOTO: An iceberg floats in Andvord Bay, Antarctica, February 14, 2018. REUTERS/Alexandre Meneghini/File Photo

Berliner Jungunternehmer wollen Eisberge von der Antarktis nach Südafrika schleppen.    Bild: reuters

Mit diesem Trick will ein Berliner Start-Up Eisberge abschleppen – und so Dürre bekämpfen

Viele erinnern sich: Vergangen Sommer trocknete die Millionen-Metropole Kapstadt beinahe aus. Hunderttausende Menschen litten unter einer Dürre, wie sie Südafrika zuvor noch nie erlebt hatte. 

Ein südafrikanischer Bergungsexperte schlug damals vor, einen 100-Millionen-Tonnen-Eisberg aus der Antarktis herbeizuschaffen. Seinen Berechnungen zufolge hätte der Eis-Koloss ein Jahr lang täglich 150 Millionen Wasser für die ausgetrocknete Stadt liefern können. Doch bevor die Eisberg-Schlepper in Stellung gebracht werden konnten, fiel wieder Regen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. 

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Monster-Eiswürfel abschleppen! Das Berliner Start-Up Polewater will genau dies jetzt tun. "Können wir nicht Eisberge und Durstige irgendwie zusammenbringen?", fragte sich der Jungunternehmer Timm Schwarzer zum Portal Brandeins. Denn noch immer haben weltweit über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 

Und so lautet der Plan der Berliner Eisberg-Jäger: Ist ein aussichtsreicher Kandidat in der Antarktis-Region gesichtet, wollen sie ihm einen Hochseeschlepper entgegenschicken. Das Schiff soll dann den Mega-Eiswürfel mit einem vier Kilometer langen Spezialgeschirr aus Hochleistungs-Kunststoff an den Haken nehmen, das wie ein Lasso um den Eisberg geschlungen wird. 

Einmal im Griff, soll der Schlepper rund einen Monat gen Norden schippern. 20 Kilometer vor der südafrikanischen Küste endet dann die Reise, wenn alles klappt. Von einer schwimmenden Plattform aus wollen dann die Polewater-Tüftler den Eisberg "ernten".

Bis 12.500 Tonnen Wasser pro Tag kann laut den Plänen von der Oberfläche des Eisbergs gesogen werden. Von der Plattform aus soll dann das Wasser in schwimmende Beutel gepumpt werden, mit denen das Trinkwasser an Land gebracht wird. 

Der Haken: Die raue See im südlichen Ozean mit bis zu zehn Meter hohen Wellen dürfte das Abschleppen schwierig gestalten.

(amü)

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