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Gleich vier Oscars für Netflix! Mit diesen 5 Filmen könnte es auch 2020 klappen

Netflix konnte an den Oscar-Verleihungen 2019 endlich seine ersten Goldstatuetten für einen Spielfilm gewinnen. Gleich drei Auszeichnungen gab es für das Drama "Roma", als Bonus gewann auch noch die indische Kurzdoku "Period. End of Sentence." einen Award. Damit hat der Streaming-Riese nun erreicht, was er schon seit Jahren angestrebt hatte: Einen Oscar in einer der wichtigen Kategorien zu gewinnen. Dass Netflix auch 2020 diverse Filme ins Oscar-Rennen schicken wird, dürfte klar sein.

Zeit also, einmal ein bisschen im Kaffeesatz zu lesen, mit welchen Filmen Netflix nächstes Jahr versuchen könnte, sein Oscar-Portfolio zu erweitern.

"Der Junge, der den Wind einfing"

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Bild: netflix

In Malawi will ein Junge im Angesicht einer drohenden Hungersnot ein Windrad für sein Dorf bauen. Erfahrung hat er keine, doch mit Hilfe von Büchern macht er sich an die Arbeit. Mit dem Windrad will er Strom generieren, welcher eine Wasserpumpe antreibt und die Bewohner vor der Trockenheit retten soll.

Ein Oscar-Gewinn hängt ja bekanntlich nicht immer nur von der tatsächlichen Qualität der Geschichte ab. "Der Junge, der den Wind einfing" bringt zumindest alles mit, damit es für eine Nominierung reichen könnte, ohne, dass die Story überragend sein muss: Ein Low-Budget-Film, der eine herzerwärmende Geschichte über ein Alltagsproblem erzählt, das in unseren Breitengraden eher unbekannt ist.

Dass Netflix mit dem Film Oscar-Ambitionen hegen könnte, zeigt, dass der Konzern ihn bereits bei der diesjährigen Berlinale eingereicht hat. Zuvor lief das Drama auch am Sundance Film Festival – ein Ort, an dem jeder potentielle Oscar-Film zu laufen hat.

Auf Netflix gibt's den Film ab dem 1. März 2019.

Trailer:

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Video: YouTube/Blogbusters

"The Dirt"

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"The Dirt" porträtiert die Band Mötley Crüe und basiert auf dem autobiographischen Buch gleichen Namens aus dem Jahr 2000. Dieses galt lange als unverfilmbar – nicht, weil es technisch nicht möglich gewesen wäre, sondern weil das Buch vielen braven Zuschauern die Haare zu Berge stehen ließ.

Filme über (fiktive) Musiker oder Bands sind gerade ziemlich angesagt. Nach "Bohemian Rhapsody" startet am 31. Mai die Elton-John-Biographie "Rocketman" in den Kinos. Dazwischen kriegen wir aber noch Netflix' "The Dirt" zu sehen.

Der Streaming-Dienst hat bereits mit dem Trailer klar gemacht, dass der Film keine brave Adaption der Band-Geschichte sein wird, so wie es "Bohemian Rhapsody" vorgeworfen wurde. Ob "The Dirt" wirklich Chancen auf einen der wichtigen Oscar-Kategorien hat, ist anhand des Trailers kaum zu beurteilen. Zumindest aber bei den Kategorien für den Soundtrack, den Kostümen und dem Make-up dürfte der Film realistische Chancen haben.

"The Dirt "wird ab dem 22. März 2019 auf Netflix verfügbar sein.

Trailer:

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Video: YouTube/FILM.TV

"The Highwaymen"

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"The Highwaymen" erzählt die Geschichte der beiden Polizisten, die Bonnie und Clyde zu Fall brachten: Als alle Kapazitäten des FBI und selbst aktuelle, forensische Technologien bei der Jagd nach Bonnie und Clyde nicht helfen, übernehmen zwei Texas Ranger das Ruder. Vom FBI belächelt, verlassen sich die gealterten Ermittler vor allem auf ihr Bauchgefühl und die alte Schule, um die berüchtigsten Verbrecher des Landes dingfest zu machen.

Dreimal war Woody Harrelson, der in diesem Drama einer der Texas Ranger spielt, schon für den Oscar nominiert. Ob es für "The Highwaymen" zumindest für eine vierte Nominierung reicht? Vielleicht. Zumindest wurde ihm ein kompetenter Schauspielkollege zur Seite gestellt: Kevin Costner hat bereits seit 1991 zwei Oscars in seiner Vitrine stehen (neben sehr vielen Goldenen Himbeeren). Auch die weibliche Nebenrolle ist mit Kathy Bates mit einer Oscar-Preisträgerin besetzt.

Was fehlt für ein gutes Marketing also noch? Genau, eine fähige Person auf dem Regiestuhl. Die hat Netflix mit John Lee Hancock gefunden. Hancocks Film "The Blind Side" war 2009 für den Oscar als bester Film nominiert und hat Sandra Bullock den Sieg in der Kategorie beste Hauptdarstellerin eingebracht.

Wie schon einige Netflix-Filme zuvor, wird auch "The Highwaymen" auf einem Filmfestival (South by Southwest) seine Premiere feiern, bevor der Streifen etwas später als Stream verfügbar sein wird.

"The Highwaymen" wird ab dem 29. März 2019 auf Netflix verfügbar sein.

Trailer:

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Video: YouTube/KinoCheck

"The Irishman"

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Bild: netflix

"Ich höre, du streichst Häuser?" Mit diesem Satz wird in Mafiakreisen die Ermordung von Feinden in Auftrag gegeben. Und genau darin ist Frank "The Irishman" Sheeran der Beste. Über die Jahre steigt Frank trotz seiner Abstammung in der italienischen Mafia immer weiter auf. Dabei entwickelt sich zwischen ihm und einem dem Mafiakollegen Jimmy Hoffa eine tiefe Freundschaft. Doch dann übermittelt ihm sein Boss den nächsten Auftragsmord: Jimmy Hoffa.

Alleine die Besetzung von "The Irishman" liest sich wie ein sicherer Oscar-Gewinn:

Und auch auf dem Regiestuhl sitzt niemand Geringeres als Martin Scorsese. Für Scorsese ist "The Irishman" sein persönliches Traumprojekt, welches bisher allerdings kein Studio finanzieren wollte. Zu gewagt schien ihnen die Geschichte. Netflix gab Scorsese eine Chance und dürfte dabei sicher das eine oder andere Goldmännlein im Hinterkopf gehabt haben. Vor allem der Oscar für den besten Film fehlt Netflix noch immer.

Dieses Risiko lässt sich der Streaming-Dienst sehr viel kosten. Mindestens 140 Millionen US-Dollar Budget soll der Film haben. Einige Quellen sprechen sogar von 200 Millionen – wohlgemerkt für einen Mafiafilm. Für Scorsese ist es das teuerste Projekt, das er jemals realisiert hat. Das Netflix grosse Oscar-Pläne mit dem Film hat, zeigt, dass sogar im Teaser erwähnt wird, dass der Film in die Kinos kommt.

"The Irishman" wurde von Netflix für den Herbst 2019 angekündigt.

Der Teaser:

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Video: YouTube/Netflix

"6 Underground"

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Bild: netflix

In "6 Underground" geht es um sechs Milliardäre, die ihren Tod vortäuschen. Anschließend gründen sie eine Eliteeinheit, um dem Verbrechen das Handwerk zu legen.

Netflix will sein eigenes Action-Franchise. Dafür hat sich der Streaming-Dienst ein paar sehr bekannte und kompetente Köpfe in den Produktions-Einkaufswagen gepackt.

Noch was: Der Regisseur für Breaking-Bad-Kinofilm steht fest

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Video: watson/team watson

Auf dem Regiestuhl sitzt Michael Bay ("Transformers 1 - 5"), der definitiv etwas von Action versteht. Damit der Film aber etwas mehr Tiefgang als der letzte "Transformers"-Film hat, wird das Drehbuch vom Duo Rhett Reese und Paul Wernick geschrieben. Sie haben unter anderem die Scripte für "Zombieland" und beide "Deadpool"-Filme geschrieben. Und weil die deswegen vermutlich Ryan Reynolds so gut kennen, haben sie den auch noch gleich als Darsteller ins Boot geholt.

Ausgestattet ist der Film mit 150 Millionen Dollar Budget und so viel kreativer Freiheit, wie das Team nur möchte. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was hat ein Film à la "The Fast and the Furious" bei den Oscars verloren? Ganz einfach:

Dass zumindest eine Nominierung in einer dieser drei Kategorien gar nicht so unrealistisch ist, zeigt die "Transformers"-Reihe. Die ersten drei Filme hatten es zusammen auf immerhin sieben Nominationen in diesen drei Kategorien gebracht.

Der Film erscheint noch 2019. Ein exaktes Startdatum steht noch nicht fest.

Clip von den Dreharbeiten:

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Video: YouTube/Ryan Reynolds

(pls/watson.ch)

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