Tennis
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FILE - In this Nov. 26, 2017, file photo, members of the French team lift up their trophies after France won the Davis Cup final at the Pierre Mauroy stadium in Lille, northern France. The Davis Cup will be decided with a season-ending, 18-team tournament beginning next year. The new format replaces the one in which the Davis Cup is played over four weekends throughout the year.  (AP Photo/Christophe Ena, File)

Bild: AP

"Ihr seid eine Schande für das Tennis" – Profis regen sich über Davis-Cup-Reform auf

17.08.18, 15:27

Der Davis Cup, wie Tennis-Fans ihn kennen, ist Geschichte. Der Internationale Tennisverband (ITF) stimmte einer umfassenden Reform zu, die den Länderwettbewerb nachhaltig verändert. 

Das neue Davis-Cup-Format

Anstelle einer Weltgruppe mit 16 Teams, die an vier Terminen in Achtel-, Viertel-, Halbfinals und Finale ihren Champion küren, gibt es eine Qualifikation von 24 Teams (12 Begegnungen mit Heimrecht für eines der beiden Teams) im Februar. Die 12 Sieger qualifizieren sich für das Finalturnier Ende November an einem neutralen Ort, dazu kommen die vier Halbfinalisten des Vorjahres und zwei Wildcard-Empfänger. Das Finalturnier wird in sechs Dreiergruppen gespielt, danach folgen in der gleichen Woche Viertelfinale, Halbfinale und Finale.

Bild: Screenshot/Davis Cup

Ab 2020 könnte es noch enger werden im Tenniskalender. Dann soll der World Team Cup der ATP sein Comeback feiern. Mit Laver Cup im September, Davis Cup im November, World Team Cup im Januar und möglicherweise Hopman Cup zu einem anderen Zeitpunkt gibt es dann Team-Wettkämpfe im Überfluss. Wie es bei den Frauen im Fed Cup weitergeht, ist derzeit noch nicht klar.

Aktive und ehemalige Tennisprofis aus aller Welt und sonstige Persönlichkeiten des Weltsports bedauern den "Tod" des Nationenwettbewerbs. Kritisiert wird insbesondere, dass die Heimspiele mit der typischen Davis-Cup-Atmosphäre nun wegfallen. 

Die deutlichsten Worte findet der Franzose Lucas Pouille. Er macht nach der Abstimmung der Verbände auf Twitter seinem Unmut Luft und schreibt: "Ihr seid eine Schande für das Tennis."

Weitere Reaktionen:

"Ein trauriger Tag für das Männertennis."

"Ich habe keine Person getroffen, die für die Änderungen war."

"Die ITF versteht es nicht."

"Mir fehlen die Worte."

"Ich bin stolz, zwei Mal den Davis Cup gewonnen zu haben, stolz, dass ich diese Emotionen mit den Fans in meinem Land teilen durfte. Jetzt ist alles weg."

"Ich weine über zwei tragische Todesmeldungen."

"Ich kann nicht beschreiben, wie traurig ich bin. Es ist das Ende einer Institution."

"Bei einem wunderschönen Event geht es plötzlich nur noch ums Geld."

"Sogar Cincinnati weint über die lächerliche Entscheidung der ITF."

(watson.ch)

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