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President Donald Trump speaks as he signs an executive order for additional sanctions against Iran and its leadership, in the Oval Office at the White House in Washington D.C. on June 24, 2019. The sanctions come in the wake of rising tensions in the Middle East including Iran s recent shooting down of a U.S. drone. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAP20190624308 KEVINxDIETSCH

Bild: imago images / UPI Photo

Trump verwechselt iranische Staatsoberhäupter – und die Häme ist groß

"Das Vermögen von Ayatollah Khomeini und seinem Büro wird nicht von diesen Sanktionen verschont werden", verkündete US-Präsident Donald Trump am Montag feierlich, als er im Weißen Haus die neuen Sanktionen gegen die Führung in Teheran vorstellte. Das Problem ist nur: Der Staatsgründer der Islamischen Republik ist seit 30 Jahren tot.

Gemeint war wohl dessen Nachfolger, Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Nicht nur unter Iranern brachte Trump die Verwechslung Spott ein.

"Trump weiß nicht, dass Ayatollah Khomeini verstorben ist und Ayatollah Chamenei der Führer des Iran ist", twitterte etwa die Journalistin Sara Massoumi.

"Wartet dieser Narzisst darauf, dass ein (toter Mann) ihn anruft?", fragte der Nutzer @SaeedIran mit Blick auf Trumps Aufruf an Teheran. @BahramAsadzadeh vermutete dagegen, dass Trump bewusst "wie ein Verrückter" erscheinen wolle.

Nicht nur Iraner machen sich lustig. Auch von der Häme der eigenen Bevölkerung bleibt Trump mit seinem Versprecher nicht verschont.

Die einen hoffen, dass die falsche Namensnennung die Sanktionen ungültig macht.

Die anderen fürchten schon den Kampf gegen weitere Verstorbene.

Und wieder andere einfach nur:

Name hin oder her: Was will Trump da überhaupt einfrieren?

Irans Präsident Hassan Ruhani nannte Trumps Entscheidung zur Einfrierung des Vermögens von Chamenei "niedlich" und meinte, der US-Präsident sei offenbar "verwirrt" und "geistig zurückgeblieben". Alles, was Chamenei besitze, sei ein einfaches Haus und eine religiöse Versammlungshalle. Anders als anderer Staatsführer habe er kein Vermögen, das man einfrieren könne, sagte Ruhani. "Wozu ihn sanktionieren? Damit er nicht nach Amerika reist? Das ist niedlich."

(tam/dpa/afp)

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