Laut Gesetzesentwurf sollen künftig nur noch Angestellte des eigenen Betriebs Tiere schlachten und zerlegen dürfen.
Laut Gesetzesentwurf sollen künftig nur noch Angestellte des eigenen Betriebs Tiere schlachten und zerlegen dürfen.
Bild: dpa / Rocio Cuminao Rojas

Kabinett beschließt Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie

29.07.2020, 10:2229.07.2020, 11:14

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie beschlossen. Die Regierung verabschiedete dazu den Entwurf des Arbeitsschutzkontrollgesetzes, wie aus Regierungskreisen verlautete. Die Fleischindustrie ist in der Corona-Krise in die Kritik geraten, weil zahlreiche Mitarbeiter auf Schlachthöfen positiv getestet wurden, die oft nicht direkt bei den Firmen, sondern bei Subunternehmern angestellt waren.

Laut Gesetzesentwurf sollen künftig nur noch Angestellte des eigenen Betriebs Tiere schlachten und zerlegen dürfen. Zudem will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Mindestanforderungen für die Unterbringung von Beschäftigten in Gemeinschaftsunterkünften auch außerhalb des Geländes eines Unternehmens festschreiben - und zwar nicht allein für die Fleischindustrie, sondern branchenübergreifend.

Das Arbeitsschutzkontrollgesetz soll Anfang kommenden Jahres in Kraft treten, nach Wunsch Heils auch gern früher.

(lin/afp)

Themen

Schlacht-Talk: Journalistin spricht bei "Lanz" aus, was Fleischesser nicht hören wollen

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies hat für viel Aufsehen gesorgt. Nicht nur, dass es trotz Corona-Auflagen überhaupt dazu kommen konnte, sondern vor allem auch die Arbeitsbedingungen in dem Schlachtbetrieb rückten plötzlich in den Fokus. Und nicht nur das: Auch das Thema Schlachten und der Umgang mit den Tieren ist so präsent wie lange nicht mehr. Die "Zeit"-Journalistin Elisabeth Raether hat sich intensiv mit dem Töten von Tieren und der Fleischindustrie auseinandergesetzt. Bei "Markus …

Artikel lesen
Link zum Artikel